
Georg-W. Moeller
„Irgendetwas stimmt nicht mit mir“. Wer kennt nicht dieses unbestimmte Gefühl, das Unsicherheit bringt, Nervosität schafft und Energie absaugt bis zum Unwohlsein?
Die Gründe sind mannigfaltig. Mitunter lassen sich sogar die Gründe an jüngst erlebten Begebenheiten manifestieren. Ist es vielleicht die anhaltend schlechte Wirtschaftslage für den Unternehmer? Bohrt unablässig eine alte Kamelle im Privatleben, die schlaflose Nächte bringt? Vielleicht ist es auch nur der körperliche Zustand: Man ist müde, abgespannt, antriebslos, gereizt.
Hier stellt sich die Frage nach der geeigneten Begegnung mit dieser Entwicklung. Einfach ignorieren – frei nach dem sicherlich bekannten Augen zu und durch?
Einfaches Gottvertrauen nach einer bekannten Moderatorin unter dem Motto „Alles wird gut“? Je nach Schmerzempfinden greift der eine oder andere auch mal rasch zum Einwurf von Medikamenten, um sich zu betäuben. Kann es das wirklich sein?
Das Business-Coaching offeriert hier sichere und nachhaltige Lösungen. „Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!“ Hier ist sicherlich der Appell auf den ersten Aufruf des Satzes gerichtet. Sei mutig und stell dich deinem Problem. Es geht keineswegs um Bekehrung, sondern um die Jahrtausend alte Weisheit, seine eigenen Ressourcen zu mobilisieren, um seinen eigenen Karren wieder flott zu machen.
Gut ausgebildete Coaches bieten sich als unabhängige Sparringpartner, als Wegbegleiter auf Zeit an. Derjenige, der einen Klärungsbedarf hat, das heißt derjenige, der mit seiner derzeitigen Situation unzufrieden ist und sich nachhaltig verändern will, geht auf die Suche nach einem ihr oder ihm sympathischen integeren Coach. Die mündliche Empfehlung ist hier sicherlich zweckdienlicher als jede Internetrecherche. Eine Empfehlung kann auch über einen Coachingverband, zum Beispiel über den Qualtitätsring Coaching e.V. eingeholt werden, einem Berufsverband, der seine ihm angeschlossenen Coaches zur Abgabe eines Qualitätsnachweises und Ehrenkodex verpflichtet.
Der Klient, so heißt der Gegenpart des Coaches, klärt zusammen mit dem Coach in einem ersten ausführlichen Telefonat oder in einem persönlichen Gespräch, ob und in welchem Umfange ein Coaching zur Klärung des Klienten-Anliegens führen kann. Entscheidend in der Anfangsphase dieser Begegnung ist die intensive gegenseitige Prüfung, ob denn der Rahmen - die Chemie - zwischen den beiden Partnern für die anvisierte Zusammenarbeit stimmt.
In einem ersten persönlichen Gespräch klären und präzisieren Coach und Klient das vorgebrachte Anliegen und die Rahmenbedingungen für ein Coaching.
In circa 8 bis 10 Sitzungen mit etwa 1.5 Stunden pro Sitzung, die sich im Regelfalle bis zu einem halben Jahr erstrecken, begleitet der Business Coach mit viel Empathie durch aktives Zuhören den Klienten und hört ganz besonders auch auf das, was der Klient zwischen den Zeilen erzählt und führt den Klienten zur Wurzel seines Unwohlseins. Stets völlig eigenständig durchläuft der Klient im Coaching seinen Veränderungsprozess bis zu dem Punkt, an dem er seine ungeliebte Situation als für ihn geklärt und gelöst ansieht.
Der Lösungsweg wird vom Coach äußerst sensibel und kritisch hinterfragt, um am Ende des Prozesses auch sicher sein zu können, dass der Klient keine faulen Kompromisse mit sich schließen wird, sondern nachhaltige Zufriedenheit erlangen wird.
In den nachfolgenden Kolumnen werden ausgewählte Coaching-Prozesse im Detail beschrieben, um die Vielfalt der Ursachen, aber auch deren Lösungen zu beleuchten, mit denen das Business-Coaching nachhaltig zur Hilfe zur Selbsthilfe dienen kann.
Über den Autor
Georg W. Moeller, Jahrgang 1955, gelernter Bank- und Hotelkaufmann, ist Business Coach (IHK München und Oberbayern) und Hotelier. Die erste Folge seiner Beiträge: Business-Coaching – Die Hilfe zur Selbsthilfe aus der Krise
Georg-W. Moeller
www.gwm-coaching.de
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