Bad-Tölz-Miesbach | 07.07.2011

Dr. Stefan Sacré, der neue CEO von EagleBurgmann Germany, Quelle: EagleBurgmann
Das vergangene Geschäftsjahr wurde bei EagleBurgmann durch den starken Anstieg des Auftragseingangs geprägt. Erfahren Sie mehr:
Ende 2010 arbeiteten 5.495 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.287) weltweit in der EagleBurgmann Gruppe. „Die rasche wirtschaftliche Erholung, die während der Krise realisierten Kosteneinsparungsmaßnahmen sowie das Engagement unserer Mitarbeiter sind wichtige Faktoren für das gute Geschäftsjahr 2010", erklärt Dr. Stefan Sacré, neuer CEO von EagleBurgmann Germany. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten in Deutschland hat sich gegenüber dem Krisenjahr 2009 von 1138 auf 1168 erhöht. Damit liegt die Zahl der Mitarbeiter knapp über dem Niveau von 2008 mit 1.155. Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 20,6 Prozent auf 678,7 Millionen Euro (Vorjahr: 562,8 Millionen Euro) und das bereinigte Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um etwa 57%.
Fachkräftemangel vermeiden
Vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden Mangels an qualifizierten Mitarbeitern wurde weiter in Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber investiert. Die Kinder- und Ferienbetreuung wurde weiter ausgebaut, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. Ein wesentlicher Schritt dazu war im Sommer 2010 die Eröffnung der EagleBurgmann Kinderkrippe. Besonderes Augenmerk gilt weiterhin der Ausbildung im eigenen Haus, sowohl im gewerblichen wie auch im kaufmännischen Bereich. Die Einstellung von BA-Studenten wird weiter intensiviert.
Internationaler Aufschwung
Vor allem das Projektgeschäft nahm 2010 wieder Fahrt auf. „Für uns lagen die stärksten Wachstumsregionen in Asien und Südamerika“, erläutert Dr. Stefan Sacré weiter. Dr. Sacré folgte im Januar 2011 Christoph Mosmann, der in die Unternehmensleitung des Mutterkonzerns Freudenberg & Co. in Weinheim berufen worden war. Um der wieder stark angestiegenen Nachfrage zu begegnen, wurde im ersten Halbjahr die Kurzarbeit an allen deutschen Standorten beendet. Außerdem wurden weltweit die Produktionskapazitäten flexibel erhöht, um die zugesagten Liefertermine einzuhalten. Die in dem Krisenjahr 2009 durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen erbrachten die erhofften Einsparungen. Auch wenn sich die Situation inzwischen deutlich verbessert hat, wird das in den letzten beiden Jahren etablierte konsequente Kosten- und Liquiditätsmanagement in 2011 fortgeführt, um auch künftig schnellstmöglich auf sich verändernde Geschäftsbedingungen reagieren zu können.
Innovationen für zufriedene Kunden
Zu den erfolgreichen Innovationen gehören Gleitringdichtungen mit kristalliner Diamantschicht für extreme Anforderungen in zahlreichen Anwendungen in Pumpen, Kompressoren und Rührwerken in den Bereichen Chemie, Öl&Gas, Raffinerie, Pharma und Kraftwerke eingesetzt. Zufriedene Kunden und internationale Anerkennungen bestätigen diesen Erfolg. Mitte 2010 kam eine wichtige Auszeichnung hinzu: Der Stifterverbandspreis 2010 ging an Wissenschaftler von Fraunhofer-Instituten und an EagleBurgmann als einem der Verbundpartner, die diesen neuen Werkstoffverbund für extreme Anforderungen „Diamant beschichtete Keramik DiaCer“ entwickelt und zur industriellen Anwendungsreife gebracht haben.
Produktionshalle wird fertiggestellt
2011 wird EagleBurgmann erneut vor große Aufgaben stellen. Das Unternehmen konnte sich ein großes Auftragspolster aufbauen und geht davon aus, dass der Trend anhält. „Deshalb haben wir den Bau unserer neuen Produktionshalle, der 2009 aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung stillgelegt worden war, jetzt wieder aufgenommen“, so Dr. Stefan Sacré. Die mit dem Neubau verbundenen Erweiterungskapazitäten für Fertigung und Verwaltung werden aufgrund des gestiegenen Auftragseingangs dringend benötigt. Hauptsächlich wird mit dem Projekt den Anforderungen des Marktes nach Geschwindigkeit und Liefertermintreue durch eine Neustrukturierung der Produktionsprozesse Rechnung getragen.
Neustrukturierung
Bei der sogenannten „Segmentierten Produktion“ wird durch die Neustrukturierung in einzelne Produktsegmente die Verantwortung über alle Fertigungsschritte in eine Hand gelegt. Das Produkt kann „im Fluss gefertigt“ werden. Reduzierte Durchlaufzeiten, minimierte Bestände, gesteigerte Produktivität und hohe Liefertreue bei konstanter Qualität werden das Ergebnis sein.

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