"Trash my dress"

Sauber ist keine Kunst...

Bad-Tölz-Miesbach | 23.04.2010

Trash my dress Ausstellung, Foto: Alois Pribi
Trash my dress Ausstellung, Foto: Alois Pribi

Brautkleider und Dreck vertragen sich wie Teufel und Weihwasser. Normalerweise. Der Fotograf Alois Pribil aber hat daraus eine Kunstform gemacht, die dramatisch mit den sterilen Hochglanzwelten kontrastiert, in denen sich Mode sonst präsentiert. Die Ausstellung TRASH MY DRESS in der vitalwelt Schliersee bietet wunderschönschmutziges Anschauungsmaterial.

Mit TRASH MY DRESS zeigt Alois Pribil völlig neue Fotos, die in dieser Art bisher eher selten zu sehen waren. Im Rahmen der Ausstellung werden neben den Bildern auch die Brautkleider präsentiert, die bei den einzelnen Shootings verwendet wurden. Diese Kombination gibt einen spannenden Einblick in eine Form der Kunst, an die sich bisher noch nicht viele Fotografen gewagt haben. Insgesamt werden 21 Motive gezeigt, die in den vergangenen 12 Monaten fotografiert wurden.

Von 24. April bis 2. Mai 2010 geht TRASH MY DRESS in die nächste Runde. Die Ausstellung eröffnet den Hochzeitsmonat Mai. Gezeigt werden die Bilder, zusammen mit den Brautkleidern, in der vitalwelt Schliersee. Die Ausstellung hat täglich von 8.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet (Samstag und Sonntag von 10 bis 15 Uhr). Der Eintritt ist frei.

Am 21. März 2010 hatte die Ausstellung TRASH MY DRESS ihre Premiere und wurde im ehemaligen Krankenhaus von Miesbach an nur einem Tag der Öffentlichkeit gezeigt. Mehr als 600 Besucher kamen an diesem Tag in die Ausstellung.

Alois Pribil, Jahrgang 1973, ist Fotograf aus Leidenschaft. Im Jahr 2001 kündigte er seine Festanstellung und wechselte den Beruf. Seit dieser Zeit ist er als freiberuflicher Fotograf tätig. Seit einigen Jahren ist der 37-Jährige auch für die Gemeinde Schliersee auf Motivjagd und so ist es nicht verwunderlich, dass einige der Motive aus der Serie TRASH MY DRESS auch in Schliersee entstanden sind. TRASH MY DRESS entwickelte sich u.a. aus seiner Arbeit als Hochzeitsfotograf. Die Idee, aus Brautkleidern kleine Kunstwerke zu machen, fand großen Anklang. Die besten Motive der ersten Serien werden im Rahmen der Ausstellung gezeigt.

Anfangs fanden die Shootings mit einem sehr kleinen Team statt: Model und Fotograf. Nach den ersten Motiven wurde das Team dann erweitert. Maskenbildnerin und ein Team für das Making Of kamen dazu. Vor und hinter der Kamera waren bei TRASH MY DRESS mehr als 100 Personen beteiligt. Bei den Shootings wurde ein enormer Aufwand betrieben. An manchen Tagen standen bis zu drei Bräute gleichzeitig vor der Kamera. Auch die Auswahl der Locations, an denen fotografiert wurde, entwickelte sich ständig weiter. Für ein Motiv reiste das Team im Februar 2010 nach Venedig, um dort die Stimmung einzufangen und TRASH MY DRESS an einem ganz besonderen Ort zu fotografieren.
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