Oberland: Ebersberg-Rosenheim | 01.09.2010
100.000 Besucher in Gewürze-Ausstellung im Lokschuppen Rosenheim
Die
Ausstellung „gewürze – Sinnlicher Genuss. Lebendige Geschichte.“ im
Ausstellungszentrum Lokschuppen in Rosenheim begeistert das Publikum. Heute
konnten die Veranstalter den 100.000sten Besucher begrüßen. Mit dem
pensionierten Apotheker Theodor Pich aus Oberaudorf wurde ausgerechnet ein
Gewürz-Experte zum Jubiläumsgast.
„Ich hatte in meiner Apotheke mit über 100
Drogen, Gewürzen und Kräutern zu tun“, erzählte Pich. „Sehr beliebt war mein
Magenbitter, den ich aus 14 verschiedenen Substanzen selbst hergestellt habe.“
Er war mit seinem 14jährigen Enkel Joachim aus Bayreuth in der Ausstellung.
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer ehrte ihn mit einem Ausstellungskatalog,
einer CD „Songs of Spices“ und einer würzigen Schokolade, der Geschäftsführer
der Veranstaltungs + Kongress GmbH, Peter Lutz, überreichte einen Blumenstrauß.
Von Juwelier Kerim Bacak bekamen Theodor und Joachim Pich zwei wertvolle Uhren.
„Ich habe in den letzten fünfzig Jahren viele Ausstellungen in der ganzen
Bundesrepublik besucht“, berichtete Pich der Oberbürgermeisterin. „Ich muss
sagen, dass Rosenheim hier einen Spitzenplatz einnimmt. Ich schaue mir jede
Ausstellung im Lokschuppen an.“
Gabriele Bauer bestätigte, dass der Lokschuppen
Rosenheim bundesweit ein ähnlich hohes Ansehen wie die Kunsthalle Schirn in
Frankfurt hat. „Wir legen Wert auf Qualität und auf professionell gestaltete
Ausstellungen mit
Erlebnischarakter. Wir möchten unserem
hohen Niveau auch in Zukunft gerecht werden.“
Theodor Pich war bereits
zum zweiten Mal in der Gewürzeausstellung und ist davon begeistert. „Das ist
eine Fundgrube für mich, die Ausstellung hat eine hohe Qualität.“ Mit den
Gewürzen sollten sich seiner Ansicht nach mehr Menschen intensiv befassen. „Wer
die Heilkraft der Gewürze kennt und sie richtig anwendet, kann sich eine Menge
Pillen sparen.“ Für die Regulierung von Magen und Darm empfiehlt der Fachmann
Koriander, Kümmel und Majoran. Enkel Joachim kann mit so einem Wissen noch nicht
aufwarten. „Ich kenne die wichtigsten Gewürze wie Pfeffer und Salz, Kümmel und
Koriander.“
Apotheker Pich hat in seinem
Berufsleben viele Gewürze verkauft. Früher hätte man ihn deswegen vielleicht
„Pfeffersack“ genannt. So wurden zumindest in Nürnberg die Patrizierfamilien
bezeichnet, die mit Gewürzen handelten. Das Jubiläumsfoto entstand deshalb vor
der Figur von Linhart Tucher aus einer Patrizierfamilie, passend eingerahmt von
echten Pfeffersäcken.
Die Ausstellung „gewürze –
Sinnlicher Genuss. Lebendige Geschichte.“ läuft noch bis zum 10. Oktober. Die
Erlebnisausstellung entführt mit Düften, Gewürzen zum Probieren,
Inszenierungen, Filmen und interessanten Exponaten in die Welt des
Gewürzhandels und der Gewürze. Kurator ist der Münchner Wissenschaftler Dr. Frank
Holl, als Partner für den Gewürzbasar und den kulinarischen Teil konnten die
Veranstalter Sternekoch Alfons Schuhbeck gewinnen.
Foto:
„Pfeffersäcke“ von einst mit dem pensionierten Apotheker und Jubiläumsgast. Von
links nach rechts: der Geschäftsführer der Veranstaltungs + Kongress GmbH
Rosenheim, Peter Lutz, Joachim Pich (14). Jubiläumsbesucher Theodor Pich,
Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, Juwelier Kerim Bacak.