Oberland: Ebersberg-Rosenheim | 12.10.2009
Internationalisierung ist ein zentraler Erfolgsfaktor der
deutschen Wirtschaft. Auf Einladung der bayerischen
Metallarbeitgeberverbände BayME – Bayerischer Unternehmensverband
Metall und Elektro e. V. und VBM – Verband der Bayerischen Metall- und
Elektro-Industrie e. V. präsentierten vier Unternehmen in Rosenheim
ihre globalen Erfolgsstrategien und die positiven Effekte des
Auslandsengagements für den heimischen Standort.
Prof. Dr. Dr. h. c.
Anton Kathrein, Vorsitzender der BayME-/VBM-Region Südost-Bayern,
erläuterte, dass auch in Zeiten einer Rezession das Thema
Internationalisierung nicht in den Hintergrund gedrängt werden darf.
„Wir verdanken der Fähigkeit unserer Firmen, ausländische Märkte zu
erschließen, einen Großteil unseres Wohlstands. Das Engagement im
Ausland sichert Wachstum und Arbeitsplätze im Inland.
Internationalisierung kann deshalb ein Weg aus der Krise sein“, betonte
Kathrein.
Zu
den internationalen Erfahrungen seines Unternehmens, der Kathrein Werke
KG Antennen-Electronic, sagte Kathrein: „Internationalisierung bei
Kathrein bedeutet `Das Eine tun, das Andere nicht lassen.` Das Eine tun
heißt: Die Ausweitung des Unternehmens in Länder und Regionen, in denen
sich Märkte für unsere Erzeugnisse, Dienstleistungen und Fähigkeiten
entwickeln und in denen die Rahmenbedingungen für eigene
Produktionsinvestitionen günstig sind. Das Andere nicht lassen heißt,
den Ursprungsstandort nicht fallen lassen. Er soll vielmehr gestärkt
werden, auch und nicht zuletzt in der Verantwortung für die
langjährigen Mitarbeiter. Wenn man nicht den Märkten folgen würde,
könnte man in Deutschland nicht wachsen und Arbeitsplätze nicht
halten!“
Das IT-Dienstleistungsunternehmen COC AG aus Burghausen ist mit seinen
Produkten und Services für Kunden in ganz Europa, in den USA und in
Asien tätig. „Durch den Mix aus Produktbetrieb und produktbegleitenden
Dienstleistungen im Ausland ist es uns gelungen, die Zahl unserer
Arbeitsplätze in Deutschland auszuweiten“, erklärte Andreas Bublak,
Vorstand der COC AG.
Michael Baumeister, Geschäftsführer Technik & Logistik, Brückner
Maschinenbau GmbH & Co. KG, Siegsdorf: „Wir sind ein
internationales Unternehmen mit einem Exportanteil von rund 98%, davon
gehen schon seit Jahren über 70% in den asiatischen Raum. Das erfordert
internationales Denken und Handeln und internationale Präsenz.“
„Zur Internationalisierung des industriellen Mittelstandes gibt es
keine Alternative. Wer dieses Muss aber nicht als Zwang versteht,
sondern als Chance, der kann zu den Gewinnern gehören“, konstatierte
auch Dr. Ulrich von Raben (Geschäftsleitung SOMIC Verpackungsmaschinen
GmbH & Co. KG).
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