Oberland: Ebersberg-Rosenheim | 08.02.2012

Die Sparkassenstiftung bleibt Projektpate, Foto: LRA Rosenheim
Ein wesentlicher Garant für den Erfolg des Schüler-Patenprojekts „Jugend in Arbeit“ war die finanzielle Unterstützung durch die Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim. Den Verantwortlichen der Rosenheimer Aktion für das Leben, dort ist das Patenprojekt angesiedelt, war es daher ein großes Anliegen, zum Abschluss der Förderung den Verantwortlichen der Stiftung "Danke" zu sagen, allen voran ihrem stellvertretenden Vorsitzenden Alfons Maierthaler.
Der Vorsitzende der Rosenheimer Aktion für das Leben, Alfred Trageser, und Landrat Josef Neiderhell waren sich einig, dass die Verwirklichung des Patenprojekts in der jetzigen Form und vor allem in dieser Qualität ohne die Förderung der Sparkassenstiftung nicht möglich gewesen wäre. Bei einer Festveranstaltung im Dorfstadl in Prutting wurden an die Anfänge und Erfolge des 2006 gegründeten Patenprojekts erinnert. Rund 160 Jugendliche konnten in eine Ausbildungsstelle vermittelt werden, 45 gelang mit Hilfe ihrer ehrenamtlichen Patinnen und Paten der Wechsel in eine weiterführende Schule, 50 schafften den Übertritt von der 8. in die 9. Klasse und für 68 weitere Jugendliche gab es ebenfalls ein Erfolgserlebnis. Für sie wurde beispielsweise ein Arbeitsplatz gefunden oder sie wurden in einer Maßnahme der Agentur für Arbeit untergebracht.
Die Begleitung beim Übergang von der Schule in den Beruf ist das wesentliche Ziel des Patenprojekts. Die Patinnen und Paten unterstützen ihre Schützlinge vor allem darin, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen. Dabei brauchen die Ehrenamtlichen in schwierigen Situationen selbst geeignete Ansprechpartner. Die hauptamtliche Betreuung ist daher auch ein zentrales Element des Projektes. Aktuell setzt die „Junge Arbeit Rosenheim“, die mit der Durchführung des Projekts beauftragt ist, 1,5 Fachkräfte ein. Hans Mitterer, der Geschäftsführer der Jungen Arbeit Rosenheim erinnerte sich an die Anfänge. Hauptamtliche unterstützen Ehrenamtliche, die wiederum Jugendliche begleiten, das sei neu gewesen, sagte Mitterer. Von Anfang an habe man gemerkt, was für ein Rückwind vorhanden sei, die Unterstützung sei überall groß gewesen. Mit dem Erreichten könne man sehr zufrieden sein. Dies sei nur möglich gewesen, weil so viele mithalfen, so der Geschäftsführer der Jungen Arbeit Rosenheim.
Mit gut 450.000 Euro unterstützte die Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim das Patenprojekt seit 2006. Diese finanzielle Förderung lief Ende vergangenen Jahres aus. Grund ist eine Bedingung der Sparkassenstiftung, wonach Projekten nur in der Startphase geholfen werden darf. Alfons Maierthaler lobte alle Beteiligten für die geleistete Arbeit. Es sei ein großartiges Projekt, das stiftungsintern als Leuchtturmprojekt bezeichnet werde. Maierthaler wies auf die Parallelen zwischen den Patenschaften und der Sparkassenstiftung Zukunft für den Landkreis Rosenheim hin: Nachhaltig Projekte fördern, bis sie auf eigenen Beinen stehen. Er gab bekannt, dass der Stiftungsvorstand beschlossen habe, weiter Projektpate zu bleiben. Für die Fortbildung der Patinnen und Paten sowie für die Öffentlichkeitsarbeit wird die Stiftung bis 2014 30.000 Euro zur Verfügung stellen.
Landrat Josef Neiderhell bedankte sich bei Maierthaler und der Stiftung. Aus der Sicht des Landrats kann das Patenprojekt in eine gute Zukunft blicken. Der Jugendhilfeausschuss beschloss, das Projekt auf sichere Beine zu stellen. Bis zu 80.000 Euro jährlich stehen im Landkreishaushalt zur Verfügung. Es sei gut, so der Landrat, dass die Agentur für Arbeit und das Jobcenter Rosenheim mit an einem Strang zögen. Beide Einrichtungen konnten als Partner für das Patenprojekt gewonnen werden. Durch die unzureichende Qualifizierung für die Arbeitswelt bei einem Teil der Jugendlichen, bleibt das Patenprojekt auch für die Zukunft eine dringende Notwendigkeit.
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