Oberland: Ebersberg-Rosenheim | 05.07.2011

Steelcase verbessert mit einem ungewöhnlichen Projekt das Leben afghanischer Familien
Wie sich Kreativität und soziales Engagement verbinden lassen, zeigt der Büromöbel-Spezialist Steelcase. In einem ungewöhnlichen Projekt entstand eine ungewöhnliche Teppichkollektion – und für afghanische Familien verbessert sich das Leben.
Corporate Social Responsibility (CSR) manifestiert sich im Wohlergehen der Mitarbeiter eines Unternehmens und ihrer Zulieferer und in der Schonung der Ressourcen für zukünftige Generationen. CSR-Projekte können jedoch auch außergewöhnliches Design entstehen lassen. Das zeigt die Teppich-Kollektion „Common Threads“, die im Rahmen eines umwelt- und sozialverträglichen Projekts der Steelcase Tochtergesellschaft Designtex in Zusammenarbeit mit der gemeinnützigen Organisation Arzu entstand. Steelcase ist der weltweit führende Büromöbelhersteller und zeigt durch zahlreiche Projekte und Initiativen seine Verantwortung für die Umwelt und den Menschen.
Direkt aus Afghanistan
Die 54 Teppiche der Kollektion „Common Threads“ mit sechs unterschiedlichen Mustern verbinden modernes Design und traditionelles Handwerk. Die für die Teppiche verwendete Wolle stammt aus Afghanistan und wurde vor Ort geerntet und handverarbeitet; als Farbe wurden natürliche Pflanzenfarbstoffe verwendet. Mit ihren kräftigen und leuchtenden Farben und der modernen Ästhetik erscheinen die Teppiche wie Kunstwerke.
Design mit kraftvollen Erscheinungsbild
„Traditionelles und modernes Kunsthandwerk werden mit dieser Kollektion auf sehr sensible Weise miteinander verknüpft“, erklärt Kimberle Frost, Executive Creative Director von Designtex. Bei der Gestaltung der Teppiche war ihr die Weiterentwicklung des traditionellen afghanischen Designs genauso wichtig wie die Minimierung der Umweltauswirkungen. Das Design war geprägt vom Wunsch nach einem besonders kraftvollen Erscheinungsbild, das sich nun wie ein roter Faden durch alle Teppiche zieht.
Über Arzu
Arzu ist eine gemeinnützige Organisation, die afghanischen Frauen eine wichtige Einkommensquelle bietet, indem sie mit den von ihnen gewebten Teppichen handelt. Im Land mit der weltweit niedrigsten Alphabetisierungsrate bei Frauen und der zweithöchsten Müttersterblichkeit muss jede Arzu-Weberin einen „Sozialvertrag“ abschließen. Dadurch erhalten sie eine überdurchschnittlich hohe Vergütung und zusätzliche Leistungsprämien. Im Gegenzug sollen alle eigenen Kinder unter 15 Jahren ganztägig zur Schule gehen und alle im Haushalt lebenden Frauen Alphabetisierungskurse besuchen (Hilfe zur Selbsthilfe).
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