Bayerisches Landesamt

Oberbayern mit dem höchsten Bruttoinlandsprodukt

Donauland: Eichstätt-Ingolstadt | 24.06.2011

Das BIP ist in Oberbayern am höchsten_Foto fotolia
Das BIP ist in Oberbayern am höchsten_Foto fotolia

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) je Einwohner ist der wichtigste Maßstab zum Vergleich des Wohlstands von Ländern und Regionen. Dieser Maßstab liegt jetzt auch auf Ebene der Regierungsbezirke, kreisfreien Städte und Landkreise für das Jahr 2009 vor und erlaubt einen Vergleich innerhalb Bayerns.

Im Jahr 2009 erreichte Bayern ein Bruttoinlandsprodukt je Einwohner in Höhe von 33 897 Euro. Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung war dessen Höhe in den sieben bayerischen Regierungsbezirken jedoch unterschiedlich. Den höchsten Wert erreichte Oberbayern mit 40 603 Euro je Einwohner vor Mittelfranken mit 33 375 Euro je Einwohner und der Oberpfalz mit 30 848 Euro je Einwohner. Das geringste Bruttoinlandsprodukt je Einwohner hatten Unterfranken mit 29 007 Euro und Oberfranken mit 28 420 Euro zu verzeichnen. Damit übertraf lediglich Oberbayern den gesamtbayerischen Wert.

Wachstum pro Kopf

In der letzten Dekade hat sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts jedoch vom Regierungsbezirk Oberbayern wegverlagert. Mit einer Zunahme (in jeweiligen Preisen) von 21,9 Prozent seit dem Jahr 2000 wuchs das Pro-Kopf-BIP im Regierungsbezirk Niederbayern am stärksten. Es folgen die Oberpfalz mit 19,7 Prozent und Unterfranken mit 17,0 Prozent. Am Ende rangieren mit Mittelfranken (+13,9 Prozent) und Oberbayern (+10,7 Prozent) die beiden Regierungsbezirke mit den höchsten absoluten Werten je Einwohner.

Pendler beeinflussen das Ergebnis

Auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise wies der Landkreis München mit 83 624 Euro den mit Abstand höchsten Wert auf. Es folgen die kreisfreien Städte Schweinfurt, Regensburg und Erlangen mit 67 830, 67 498 und 58 142 Euro je Einwohner. Die geringsten Werte waren in den Landkreisen Regensburg, Bayreuth und Schweinfurt mit 18 817, 17 992 und 17 967 Euro zu verzeichnen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Ergebnisse auf der kleinräumigen Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise stark durch Pendlerbewegungen beeinflusst werden. Einpendler erhöhen das BIP, zählen jedoch nicht zur Bevölkerung. Dadurch wird das BIP je Einwohner in Orten mit Einpendlerüberschuss tendenziell überhöht, in Orten mit Auspendlerüberschuss hingegen tendenziell zu niedrig dargestellt.

Zur Berechnung

Die hier für das Jahr 2009 vorgelegten Ergebnisse wurden nach den methodischen Vorgaben des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ (AK VGRdL), dem alle Statistischen Landesämter, das Statistische Bundesamt sowie der Deutsche Städtetag angehören, berechnet. Weitere Ergebnisse zu den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen können auf der Homepage des AK VGRdL unter www.vgrdl.de abgerufen werden.

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