Donauland: Eichstätt-Ingolstadt | 21.04.2011
Das Atom-Unglück in Japan hat eine heiße Diskussion in der Politik entfacht. Deutschland überlegt, die Atom-Energie abzuschaffen. Doch was kommt dann auf den Endverbraucher zu?
Seit der Atom-Katastrophe von Fukushima dreht sich in der Politik alles um die Themen Atom-Ausstieg und Energiewende. Doch was bedeutet eine mögliche Energiewende für den Verbraucher? Wird der Strom jetzt noch teurer?
Atomausstieg verursacht Anstieg des Strompreises
Laut Financial Times Deutschland (FTD.de) rechnet die halbstaatliche Agentur Dena (Deutsche Energie-Agentur) mit einem deutlichen Anstieg der Strompreise, falls Deutschland ein Atomausstieg bis 2020/25 gelingt. Die Financial Times Deutschland veröffentlichte Zahlen der Dena, nach denen die Energie-Wende einen Durchschnitts-Haushalt 13,50 Euro pro Monat kostet. Der Strompreis wird aufgrund des Atomausstiegs und der Energiewende in die Höhe schnellen.
Strom, Gas und Kohle werden bereits teurer
Bereits jetzt ist der Strompreis von der politischen Kehrtwende in Bezug auf Atom-Energie betroffen. Wie stern.de berichtet, hat die bloße Ankündigung des Atomausstiegs in nicht allzu ferner Zukunft ein Rekordhoch beim Strompreis verursacht. Die Börsenpreise im Stromhandel schnellten als Reaktion auf Merkels Überlegungen in die Höhe, sogar bis auf ein Zweijahreshoch. Gleichzeitig zogen die Weltmarktpreise für Gas und Kohle aufgrund der Atom-Katastrophe in Japan an.
Erste Auswirkungen des hohen Strompreises
Von mehreren Seiten wird vor weiter steigenden Strompreisen gewarnt. Bis zu fünf Cent pro Stunde mehr könnte der Strom nach Angaben der Dena bei einem Atomausstieg 2020/25 kosten. Der Strompreis wird aufgrund von Investitionen in erneuerbare Energien, Stromnetze und fossile Kraftwerke allmählich steigen. Die Auswirkungen des steigenden Strompreises und der Energiewende sind aber bereits jetzt in energieintensiven Industrien, wie der Papier-Industrie spürbar. Das teilte der DIHK (Deutscher Industrie- und Handels-Kammertag) laut FOCUS Online mit.
Atomausstieg und Energiewende dennoch sinnvoll
Wie die Financial Times Deutschland berichtet, hält die Dena die Energiewende aber dennoch für wichtig und vor allem für durchführbar. Allerdings komme es bei der Energiewende auf das richtige Tempo an. Denn die Strompreise wären im Rahmen der erneuerbaren Energien für die Verbraucher allmählich sowieso gestiegen. Durch den schnellen Atomausstieg fallen die höheren Strompreise nur schon früher an, als bisher gedacht.

Alle reden von der Energiewende und von dem, was der Staat, das Land und die Kommunen alles tun müssen, um die Energieversorgung CO2 –neutral zu organisieren. [zum Artikel »]
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