Hochtechnologie für die Luftfahrt

ESG präsentiert sich auf der ILA Berlin Air Show 2010

Dachau-Fürstenfeldbruck | 08.06.2010

Missionstaktischer Arbeitsplatz (MTA) und Unbemannter Missionsausrüstungsträger (UMAT) stehen im Mittelpunkt der Präsentation der ESG.

Die ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH präsentiert auf der diesjährigen ILA Berlin Air Show vom 8. bis 13. Juni ihr umfassendes Leistungsportfolio für den Luftfahrtbereich: Im Mittelpunkt stehen dabei der Missionstaktische Arbeitsplatz (MTA) und der unbemannte Missionsausrüstungsträger UMAT.

Der MTA ist die militärische Weiterentwicklung des zivil genutzten Polizeitaktischen Arbeitsplatzes (PTA) der ESG und bietet alle für die Durchführung von Personnel-Recovery-Missionen notwendigen Funktionen in einem Rüstsatz: Der MTA empfängt Positionsdaten und Textnachrichten der „Personal Locator Beacons“ von zu bergenden Personen und stellt diese Informationen dem Mission Operator dar. Er verfügt über die Möglichkeit, ein breites Frequenzspektrum anzupeilen und so auch klassische „Search and Rescue“ (SAR) Rettungseinsätze durchzuführen. Der Mission Operator verfügt vom MTA aus über vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten einschließlich der Anbindung an Führungsinformationssysteme. Im Cockpitbereich dient ein abgesetzter Tablet-PC als zusätzliche Informationsquelle für die Besatzung, welcher außerdem in querschnittlicher Nutzung als Teil der Sensorgestützten Landehilfe (SeLa) der ESG zur Anwendung kommen soll.

Mit seinem großen Aufwuchspotential bietet der MTA die Möglichkeit, auch künftige Aufgaben des Nutzers, z.B. in den Bereichen Navigation, Kommunikation und Aufklärung, übernehmen zu können. Der modulare Aufbau der Hardware- und Software-System-komponenten erlaubt die Integration weiterer – bzw. alternativer System-Komponenten oder Softwareerweiterungen. Das Rüstsatzkonzept des MTAs begünstigt dabei bereits in der Designauslegung die Integration auch in andere Waffensysteme und schafft so die Voraussetzung für eine querschnittliche Nutzung.

Der UMAT ist ein reinrassiges VTOL-UAV (Vertical Take Off & Landing – Unmanned Aerial Vehicle), das teil-autonom fliegen kann oder vom Boden aus geführt wird.

Mit dem UMAT verfügt die ESG über ein Fluggerät, das sowohl als Versuchsträger zur Durchführung operationeller / technischer Untersuchungen für den öAG (Bundeswehr, BMI u.a.) als auch zukünftig für zivile Anwendungen (Überwachungsaufgaben jeglicher Art, z.B. Küstenschutz, Industrieanlagen Monitoring) eingesetzt werden soll.

Die ESG ist damit in der Lage, weite Teile des ESG Service- und Produktportfolios aus dem Bereich der bemannten Luftfahrt in den Bereich der unbemannten Luftfahrt zu übertragen.

Die ESG erarbeitet aktuell zusammen mit ihrem Kooperationspartner Swiss-UAV sowie mit den militärischen und zivilen Luftfahrtzulassungsstellen (WTD 61, LBA, Bundesamt für Zivilluftfahrt der Schweiz) einen Zulassungsprozeß, der als Basis für die zukünftige Zulassung von VTOL-UAVs dienen kann. Damit gehört die ESG europaweit zu den wenigen Unternehmen, die aktuell die zivile Zulassung von UAVs vorantreiben.

Darüber hinaus präsentiert die ESG eine Operator Konsole zur Demonstration von Missionsvorbereitung, -durchführung und -auswertung für Aufklärungsflugzeuge und UAV inkl. SAAFu (Sense & Avoid Assistance Function).

Die Ausstellung der Zelle des Missions-Ausrüstungs-Trägers (MAT) auf dem Stand des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) komplettiert den Messeauftritt der ESG. Der MAT ist ein fliegender Versuchsträger, der die Möglichkeit bietet, bereits in der Entwicklungsphase Systeme unter operationellen Bedingungen zu testen und die Testdaten auszuwerten. Mit dem MAT werden die Möglichkeiten der Sensorfusion, die Sensorgestützte Landehilfe (SeLa), die Integration von Wärmebildgeräten der neuesten Generation dargestellt sowie das Technologievorhaben IM@T (Integrierte Modulare Avionik) mit seinen Software-Architekturen und Funktionen dargestellt.
Sie finden die ESG auf dem Stand Nr. 100 in der Halle 8 sowie auf dem Stand des Bundesamtes für Wehrtechnik und Beschaffung in Halle 3.

Die ESG ist zugelassener Luftfahrtbetrieb für Luftfahrtgerät der Bundeswehr und Design Organisation nach EASA Part 21J sowie Fertigungsbetrieb nach EASA Part 21G.