Freising-Erding | 21.09.2009
Im Rahmen der 6. Internationalen Converting Exhibition ICE vom 24. bis 26. November 2009 in München veranstaltet das
Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung IVV am 25.
November 2009 die Konferenz mit dem Titel „Converting Processes for
Tailormade Packaging“.
Experten aus Industrie und Forschung informieren auf der
englischsprachigen Veranstaltung über neue Entwicklungen von Maschinen
und Prozessen, insbesondere im Bereich der Qualitätssicherung beim
Beschichten und Lackieren. Weitere Themen sind die
Verkapselungstechnologie von Polymermaterialien und
Multilayerkonstruktionen von Barrierefolien. Das Programm mit weiteren
Informationen steht unter
www.ivv.fraunhofer.de.
Während der ICE 2009 präsentiert das Fraunhofer IVV in Halle 2, Stand
2-M01 Dienstleistungen für Veredler, Folienhersteller und Anwender
sowie neue Entwicklungen aus dem Geschäftsfeld Funktionsmaterialien.
Hierzu gehören vor allem Funktionsfolien mit ausreichenden Barrieren
gegenüber Sauerstoff und Wasserdampf, Veränderungen der
Oberflächeneigenschaften sowie mechanischen Eigenschaften.
Ultrabarrierefolien für technische Anwendungen
In der Fraunhofer-Allianz POLO entwickelt das Fraunhofer IVV zusammen
mit weiteren sechs Fraunhofer-Instituten Ultrabarrierefolien
beispielsweise als Verkapselungsmaterial für Photovoltaikanlagen und
für langlebige Hochleistungs-Dämmstoffe für den Hausbau, den so
genannten Vakuumisolationspaneelen. Die Barrierefolien eignen sich für
anspruchsvolle technische Anwendungen, wie z. B.
Einkapselungsmaterialien für flexible Displays auf der Basis von
Flüssigkristallen (LCD), anorganische (LED) oder organische Emitter
(OLED) und für flexible organische Solarzellen. In der Entwicklung,
Herstellung und Charakterisierung von flexiblen Ultrabarriereverbunden
hat Fraunhofer POLO bereits attraktive Forschungs- und
Entwicklungsergebnisse vorzuweisen. In der Rolle-zu-Rolle-Fertigung
haben die flexiblen Materialien einen reproduzierbaren Wert für die
Wasserdampfdurchlässigkeit von
2· 10-4 g/m2 d, gemessen bei 38 °C im Kalziumspiegeltest.
Die
Funktionalisierung von Membrankissenfolien ist ein weiteres Beispiel
für die Rolle-zu-Rolle-Fertigung. Membrankissenkonstruktionen werden
für außergewöhnliche architektonische Projekte eingesetzt. Ein Beispiel
dafür ist die Allianz Arena, das neue Münchner Fußballstadion. Hier
wird im Fraunhofer IVV außerdem untersucht, wie die Membrankissen
beschaffen sein müssen, um die Lichtdurchlässigkeit genau einstellen zu
können und dadurch das Raumklima zu verbessern. Das funktionalisierte
Pilotmaterial der dafür benötigten ETFE-Folien
(Ethylen-Tetrafluorethylen) kann direkt auf den im Institut vorhandenen
Folienanlagen hergestellt werden.
Mit Molkeprotein beschichtete Folien verbessern die Haltbarkeit und schonen die Umwelt
Innerhalb des 7. Europäischen Forschungsrahmenprogrammes laufen derzeit
im Fraunhofer IVV die Arbeiten zu dem Projekt „Wheylayer“. Ziel ist es,
Polymerschichten in Verpackungen durch ein neues Verpackungsmaterial
mit Molkeprotein zu ersetzen, welches hervorragende
Barriereeigenschaften gegenüber Sauerstoff und Feuchtigkeit aufweist
sowie die in Molke natürlich enthaltenen antimikrobiellen Inhaltsstoffe
nutzt, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu verlängern. Erste
Teilergebnisse werden am Stand gezeigt.
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