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Gute Auftragschancen für deutsche Anbieter bei der NATO

Freising-Erding | 26.04.2011

Gute Auftragschancen für deutsche Anbieter bei der NATO_Foto NATO
Gute Auftragschancen für deutsche Anbieter bei der NATO_Foto NATO

„Deutsche Unternehmen sind bei NATO-Ausschreibungen sehr willkommene Partner, da Deutschland – nach den USA – der größte Beitragszahler in der NATO ist. Trotzdem holt Deutschland momentan noch am wenigsten zurück“, so Rechtsanwalt Dr. Roderic Ortner von der Sozietät BHO Legal, München, anlässlich der gemeinsamen Defence-Informationsveranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) Sektion München und Defence bavAIRia e.V. im Münchner Hofbräuhaus.

Bei den Haushaltsplanungen wird zwar zunehmend eingespart, aber die NATO-Verwaltungen in Belgien und Luxemburg haben jährlich ein Budget von rund 800 Mio. Euro für Lieferungen und Dienstleistungen im nicht-militärischen Bereich. Besonders im Bereich des ITK-Sektors oder im Logistikbereich bestehen gute Auftragschancen. Um sich erfolgreich an NATO-Ausschreibungen zu beteiligen müssen Unternehmen sich das Basiswissen für die jeweiligen Beschaffungsvorgänge und rechtlichen Rahmenbedingungen aneignen. Dr. Wolfgang Griethe, Leiter der Münchener Sektion der Deutschen Wehrtechnischen Gesellschaft (DWT): „Am wichtigsten ist, dass ein interessiertes Unternehmen den sogenannten BOA-Registrierungsprozess absolviert. Der Erhalt einer BOA-Nummer ist zwar keine Voraussetzung für die Teilnahme an Ausschreibungsverfahren der NATO, bietet aber dennoch Vorteile für die betreffenden Unternehmen. Die Beantragung einer BOA-Nummer ist kostenlos und weniger kompliziert als viele erwarten.“

Auf Ausschreibungen richtig einstellen

Bei der NATO existieren zahlreiche unterschiedliche Ausschreibungsverfahren mit teilweise verschiedenen Abläufen. Wichtig ist, das angewendete Verfahren zu identifizieren und sich damit vertraut zu machen. Maßgebliche ausschreibende Stellen sind NAMSA (NATO Maintenance and Supply Agency) für die Ausschreibung von Beschaffungsvorgängen im Bereich der Wartung und Instandhaltung von Einrichtungen der NATO u.a. Baumaßnahmen, Ausrüstung, Ersatzteilen und Dienstleistungen zur technischen Beratung sowie NC3A (NATO Consultation, Commant and Controll Agency) für die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und für die Beschaffung nicht-militärischer Ausrüstungen der NATO. Markante öffentliche Aufträge werden im Internet veröffentlicht. Eine wichtige Informationsquelle ist das Portal "bund.de - Verwaltung Online“.

Aktuelle Sicherheits-Themen im Fokus

Die Vorstände von DWT und bavAIRia e.V. haben bereits mehrere erfolgreiche Veranstaltungen gemeinsam organisiert. Eine Gemeinschaftsveranstaltung hatte vor einem Jahr Ausschreibungen bei der Bundeswehr thematisiert. Die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. (DWT) wurde im Jahre 1957 als gemeinnütziger Verein gegründet. Sie veranstaltet Tagungen, Foren, Symposien, Gesprächsrunden und Workshops, an denen sich auch Repräsentanten europäischer Partner beteiligen. Sie befasst sich mit aktuellen Themen wie Sicherheits-, Verteidigungs- und Bündnispolitik im Zeichen der Europäisierung und Internationalisierung, Rahmenbedingungen für Aufgaben, Fähigkeiten und Strukturen der Bundeswehr, Aufgaben gerechte Ausrüstung, Logistik, Unterstützung und Dienstleistungen für die Bundeswehr, effektive Ausgestaltung der Partnerschaft zwischen Bundeswehr und Wirtschaft sowie der Verlagerung von Bundeswehraufgaben in die Wirtschaft.

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