Freising-Erding | 28.07.2010

Lufthansa tauft Airbus A380 auf den Namen \"München\" (Fotos: Pinus)
Die Deutsche Lufthansa hat heute ihren zweiten Airbus A380 im Beisein von
rund 200 Ehrengästen, darunter Verkehrsminister Peter Ramsauer, Olympiabewerbungs-Chef Willy Bogner und IOC-Vizepräsident Thomas Bach, auf den Namen der Stadt „München“ getauft. Die Zeremonie nahm Edith von
Welser-Ude auf dem Münchner Flughafen im Bereich
der Lufthansa Technikhalle vor.
Im Anschluss an den Festakt startete die
A380 „München“ zu zwei Rundflügen über die Alpen. Der Verkaufserlös
beider Flüge kommt der Lufthansa HelpAlliance zugute, die Hilfsprojekte
weltweit unterstützt. Mit der Taufe der zweiten A380 am Münchner
Flughafen löst Lufthansa das Geburtstagsgeschenk an die Stadt München
anlässlich des 850. Stadtgründungsfests ein, eines ihrer erstenneuen Flaggschiffe vom Typ Airbus A380 nach
der bayerischen Landeshauptstadt zu benennen.
„Die
A380 ist das neue Flaggschiff in unserer Langstreckenflotte, das
unseren Kunden und Mitarbeitern an Bord eine neue Dimension des Fliegens
bietet. Die A380 setzt neue Maßstäbe hinsichtlich Komforts für unsere
Kunden, Arbeitsbedingungen für unsere Crews sowie ökologischer Effizienz
und Nachhaltigkeit. Wir Lufthanseaten sind stolz darauf, mit dieser
zweiten A380 auch den Namen unseres südlichen Drehkreuzes München in die
Welt hinauszutragen“, sagte Christoph Franz, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa, anlässlich der
Taufzermonie. Thomas Klühr, Lufthansa Konzernbeauftragter und Leiter Hub
Management München, ergänzte: „Wir freuen uns sehr, die künftige
‚München’ für einen Tag an unserem südlichen Lufthansa Drehkreuz
begrüßen zu können. Die Taufe unserer zweiten A380 am Münchner Flughafen
ist für unseren Standort ein ganz besonderer Höhepunkt“.
Peter
Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, erklärte
in seiner Ansprache: „Heute ist ein wichtiger Tag für den
Luftverkehrsstandort Deutschland. Das europäische Gemeinschaftsprojekt
„A 380“ ist von herausragender Bedeutung für die deutsche und
europäische Wirtschaft. Die A 380 ist aber auch ein beeindruckendes Werk
europäischer Ingenieurskunst.“
Christian Ude, Oberbürgermeister der
Landeshauptstadt München, fügte hinzu: „Als größtes und modernstes
Passagierflugzeug der Welt wird die Lufthansa A380 sicher ein
herausragender Werbebotschafter für die Olympiabewerbung Münchens, der
München insbesondere auch als Stadt der Weltoffenheit und
internationalen Begegnung bestens repräsentiert.“ „Der heutige Tag
markiere einen Meilenstein in der Entwicklung des Luftverkehrs“, sagt
Michael Kerkloh, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen München
GmbH. „Mit seiner enormen Passagierkapazität, seiner modernen
Ausstattung und seinen exzellenten Verbrauchswerten bring der Airbus
A380 einen wirklichen Qualitätssprung.“
Kurz
vor 12 Uhr nahm die Frau des Münchner Oberbürgermeisters, Edith von
Welser-Ude, die Taufe vor. Getauft wurde die „München“ mit Wasser
aus der Isar, das zu diesem Zweck in eine historische Zinnkanne aus dem
Jahr 1880 gefüllt wurde.
Anschließend
erfolgte die Übergabe des Spendenschecks aus dem Erlös der Rundflüge an
die Lufthansa HelpAlliance: A380 Flugkapitän Jürgen Raps, Mitglied des
Passagevorstands der Lufthansa Passage Airlines, übergab den Scheck an
Rita Diop von der Lufthansa HelpAlliance. Die HelpAlliance wurde 1999
von Lufthansa-Mitarbeitern ins Leben gerufen. Seither engagieren sich
deren Mitglieder in zahlreichen Hilfsprojekten mit Schwerpunkten in
Afrika, Asien, Südamerika und Rumänien. Von Anfang an unterstützt der
Lufthansa Konzern die HelpAlliance nicht nur mit Frachtkapazitäten,
sondern auch bei administrativen Aufgaben. Vor Ort wird sie dabei von
Partnern mit jahrelanger Erfahrung in der Entwicklungshilfe unterstützt.
Damit die Hilfsgelder auch dort ankommen, wo sie benötigt werden,
übernehmen Lufthanseatinnen und Lufthanseaten persönlich die
Verantwortung für ein Projekt.
Die zwei
Alpenrundflüge starteten ab München um 13.15 Uhr sowie um
17 Uhr und dauerten je rund eineinhalb Stunden. Die Sitze waren auf der
Lufthansa Website buchbar und innerhalb weniger Stunden ausgebucht. Dank
der an jedem Platz individuell einstellbaren Bildschirme hatten auch
Gäste ohne Fensterplatz die Möglichkeit, den Flugverlauf zu verfolgen
und aus drei verschiedenen Kameraperspektiven den Blick auf die Alpen zu
genießen.
Die
A380 „München“ wird, wie die gesamte Lufthansa A380-Flotte, am
Frankfurter Flughafen stationiert. Ab dem 4. August wird sie in den
regulären Liniendienst integriert und, ebenso wie die erste an Lufthansa
ausgelieferte A380, zunächst auf der Strecke zwischen Frankfurt und
Tokio eingesetzt. Mit dem Zugang des zweiten Flugzeugs, der „München“,
wird die A380 täglich unter der Flugnummer LH710 zum internationalen
Tokioter Flughafen Narita starten. Die ebenfalls täglichen A380
Rückflüge nach Frankfurt erfolgen unter der Flugnummer LH711.
Der Airbus
A380 verfügt über 526 Sitzplätze in den besten und modernsten
Serviceklassen, die Lufthansa zu bieten hat. Die völlig neue First Class
steht mit acht großzügigen Sitzen im Upper Deck ganz im Zeichen von
Individualität. Auch die weltweit größte Business Class mit 98 Sitzen im
oberen Deck sowie die Economy Class mit 420 Sitzen im Hauptdeck, bieten
in beeindruckenden Raummaßen mehr Komfort als je zuvor.
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