Freising-Erding | 21.06.2011

Dr. Michael Kerkloh, Joachim Hunold, Dr. Peter Ramsauer und Dr. Christoph Franz (Bildmitte v.l.)_Foto FMG
Forschungsaktivitäten werden gebündelt und die Einführung regenerativer Energiequellen gefördert. Bundesminister Dr. Ramsauer begrüßt Initiative der Branche.
Führende deutsche Forschungseinrichtungen, Unternehmen aus der Luftfahrtbranche und Bioenergieproduzenten haben den Verein "Aviation Initiative for Renewable Energy in Germany - aireg e.V." ins Leben gerufen. An der Gründungsfeier nahm auch Dr. Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung teil. Der Verein sieht sich als Plattform zur Förderung von Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet klimafreundlicher Flugkraftstoffe und ist in diesem Zusammenhang besonders der Nachhaltigkeit verpflichtet. Die Initiative will den Einsatz regenerativer Energien im Luftverkehr in Deutschland fördern und eine fundierte Grundlage für die politische Entscheidungsfindung bei der Einführung klimafreundlicher Flugkraftstoffe schaffen.
Die Gründungsmitglieder
Zu diesem Zweck haben sich in aireg e.V. 20 Unternehmen und Organisationen zusammengeschlossen, darunter Universitäten und Forschungsinstitute, Airlines, Flughäfen, Flugzeugbauer, Triebwerkshersteller, Logistikunternehmen, Kraftstoffproduzenten sowie die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt. Die Gründungsmitglieder von aireg sind: airberlin, Bauhaus Luftfahrt e.V. , Booz & Co., Condor Flugdienst GmbH, Deutsches Biomasseforschungszentrum (DBFZ), Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt e.V. (DGLR), Deutsche Lufthansa AG, Deutsche Post AG, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), EADS, Flughafen München GmbH, Forschungszentrum Jülich GmbH, ISCC System GmbH, JatroSolutions GmbH, Leuphana Universität Lüneburg, MTU Aero Engines GmbH, Rolls-Royce Deutschland Ltd & Co KG, Technische Universität Hamburg-Harburg (TUHH), TUIfly, VERBIO Vereinigte BioEnergie AG.
Die Zukunft der Luftfahrt sichern
Der Zusammenschluss von aireg e.V. ist getrieben von einer der drängendsten Herausforderungen für die zukünftige Luftfahrt: der Endlichkeit ihrer fossilen Energieressourcen, bei denen mit langfristiger Verknappung und Verteuerung zu rechnen ist. Durch die Verbrennung von fossilem Kerosin wird zudem zusätzliches Kohlendioxid (CO2) in die Atmosphäre eingebracht. Bereits heute beträgt der Anteil der Luftfahrt an den von Menschen verursachten CO2-Emissionen etwa zwei Prozent. Dieser Anteil wird mit den prognostizierten Wachstumsraten der weltweiten Luftfahrt weiter ansteigen, wenn die Branche keine geeigneten, ausgleichenden Maßnahmen trifft, um ihre eigenen CO2 Emissionen nachhaltig zu senken.
Jeder muss seinen Beitrag leisten
Bundesminister Dr. Ramsauer sagte: „Die Bundesregierung hat in diesen Tagen den Umbau der Energieversorgung beschlossen. Klar ist: Auch der Verkehr muss seinen Teil leisten, unsere Klimaschutzziele zu erreichen. Dazu zählt auch die Luftverkehrsbranche. Sie hat diese Herausforderung angenommen und Maßnahmen ergriffen, um Treibhausgase zu reduzieren. Biokraftstoffe können neben der Entwicklung effizienter Flugzeuge und Triebwerke einen Beitrag dazu leisten. Ich begrüße das Engagement der neuen Initiative, regenerative Kraftstoffe zu erforschen und einzusetzen und damit den Luftverkehr in Deutschland nachhaltig zu stärken.“ Dr. Klaus Nittinger, Präsident von aireg, ergänzte: „Mit der Gründung der aireg erfolgt endlich die Bündelung nationaler Aktivitäten um die anspruchsvollen Emissionsreduktionsziele der Luftfahrt zu erreichen. Eine spätere Ausweitung der Aktivitäten auf eine europäische Ebene ist jederzeit denkbar“.
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