Seenland: Landsberg-Starnberg | 09.06.2011

Jet der Ambulante ADAC Hilfe_Foto ADAC
Die Zahl der erkrankten und verletzten Urlauber ist auch im Jahr 2010 weiter angestiegen. Weltweit musste sich der ADAC-Ambulanzdienst im vergangenen Jahr um rund 49 200 Reisende kümmern – 2 000 mehr als 2009. Das entspricht einem Plus von rund 4,2 Prozent.
Die meisten Patienten wurden vom ADAC in der Türkei betreut (6 200), vor Spanien (5 500) und Österreich (4 900). Auf den weiteren Plätzen folgen Italien (3 500) sowie Frankreich und Griechenland (je 1 600). Bei den Ländern außerhalb von Europa liegt die USA mit rund 1 000 Patienten vorne. In Asien mussten rund 1 700 Urlauber betreut werden, in Südamerika waren es 300.
Sonderflug Richtung Heimat
Für über 15 000 dieser kranken oder verletzten Urlauber (Vorjahr 15 200) endete die schönste Zeit des Jahres mit einem Rücktransport in ein Krankenhaus in der Heimat. Ein Rekordergebnis gab es hier bei den organisierten Rückflügen: 2010 wurden rund 4 500 Urlauber mit einem ADAC-Ambulanz-Sonderflug oder mit Linienmaschinen nach Hause transportiert. Das sind 400 Patienten oder rund neun Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr.
Verschiedenste Ursachen
870 Mal und damit am häufigsten landeten und starteten die Maschinen des ADAC in Spanien, und dort vor allem an den Küsten sowie den Balearen und Kanaren. Aus der Türkei wurden 600 Flüge mit Patienten gezählt, aus Italien 400, aus Griechenland 300 und aus Frankreich 200. Hauptursachen für die Krankenrücktransporte per ADAC-Flugzeug waren in 70 Prozent der Fälle Herz-Kreislauferkrankungen, Schlaganfälle und Hirnblutungen. 15 Prozent gehen auf Unfälle zurück, hier besonders Verkehrs- und Sportunfälle. Die übrigen 15 Prozent verteilen sich auf Erkrankungen und Unfälle aller Art.
Ambulanzflugzeuge des ADAC
Die Flotte der ADAC-Ambulanzflugzeuge, die rund 1 700 Menschen transportierte, besteht aus zwei Jets vom Typ DO 328, einer Turboprop der Firma Beechcraft sowie einem Lear Jet 35. Bei Bedarf können weitere Ambulanzflugzeuge zusätzlich für Krankentransporte bereitgestellt werden. Im größten Flugzeug, der DO 328, können bis zu elf Patienten gleichzeitig transportiert werden. Neben der fliegenden Crew beschäftigt der ADAC-Ambulanzdienst über 100 Mitarbeiter in der Münchner Zentrale, darunter Ärzte, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten. Im Ausland stehen zusätzlich externe Ärzte bereit. Seit seiner Gründung 1973 hat der Ambulanz-Service des ADAC über 285 000 erkrankte und verletzte Urlauber nach Hause geholt.

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