Weiterer Messflug

DLR-Falcon hat zur Beendigung der Luftraum-Sperrungen beigetragen

Seenland: Landsberg-Starnberg | 10.05.2010

DLR-Falvon landet nach Messflug
DLR-Falvon landet nach Messflug

Am Sonntag, 9. Mai 2010, startete das Forschungsflugzeug des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, die Falcon, von Oberpfaffenhofen zu einem Messflug im süddeutschen Luftraum. Ziel des Fluges war, die Konzentration der Vulkanaschewolke zu messen, die am Sonntagnachmittag zur Sperrung der Flughäfen in Süddeutschland geführt hatte. Dank der Messungen konnte der Luftraum früher als geplant wieder freigegeben werden.

Seit Freitag, 7. Mai, zeichnete sich ab, dass die Vulkan-Aschewolke aus Island erneut in Richtung Mitteleuropa zieht. Bereits am Samstag, 8. Mai, begannen die Planungen für einen weiteren Messflug des DLR-Forschungsflugzeuges Falcon, und die Maschine wurde unmittelbar auf ihren Einsatz vorbereitet. Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung (BMVBS) und in Abstimmung mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) startete die Falcon am Sonntag, 9. Mai, 16.28 Uhr vom DLR-Standort Oberpfaffenhofen aus zu einem Messflug im süddeutschen Luftraum.

"Der zwei Stunden nach Auftragserteilung durchgeführte Messflug der Falcon des DLR hat mit dazu beigetragen, dass der Luftraum über Süddeutschland früher als geplant wieder freigegeben werden konnte", freut sich Prof. Dr.-Ing. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR.
Schneller Einsatz – wichtige Ergebnisse
Die Flugroute führte in Höhen bis etwa acht Kilometer über München in Richtung Stuttgart, weiter nach Leipzig und über Bayreuth und München wieder zurück nach Oberpfaffenhofen, wo gegen 20 Uhr die Landung erfolgte. Während der ersten Etappe des Einsatzes wurde zwischen München und dem westlich davon gelegenen Fürstenfeldbruck eine Vulkan-Aerosolschicht identifiziert, diese hatte eine Dicke von rund 1,5 Kilometer in einer Höhe zwischen zwei und vier Kilometern. Die dabei erfassten Messergebnisse sind mit denen am 19. April über Leipzig gemessenen vergleichbar. Viele Wolken und hohe Luftfeuchtigkeit haben die visuelle Beobachtung und auch die Messungen erschwert. Somit war eine Trennung von Wolken und Vulkan-Aschebestandteilen sehr schwierig. Die genaue Auswertung der Messergebnisse dauert weiterhin an.

In München-Maisach wurde gleichzeitig die Vulkan-Aschewolke auch mit einem Lidar (Light Detection And Ranging) des Meteorologischen Instituts der Ludwig-Maximilians-Universität München beobachtet. Dieses Fernerkundungsinstrument misst mit Hilfe von Laserstrahlen die Konzentration der Staubpartikel in der Aschewolke. Die Lidar-Messungen und die Partikelmessungen direkt in der Wolke mit der DLR-Falcon ergänzen und erweitern diese Beobachtungen für einen großen Teil des Luftraums über Deutschland.

Die Ergebnisse wurden gegen 20.30 Uhr an den Deutschen Wetterdienst übermittelt und fanden unmittelbaren Eingang in eine aktuelle Lagebesprechung, die zur Freigabe des Luftraums über Süddeutschland geführt hat.
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