Seenland: Landsberg-Starnberg | 01.06.2010
In
den Monaten Juni und Juli 2010 führt die GfK Marktforschung aus
Nürnberg im Landkreis
Landsberg, wie auch in anderen bayerischen Landkreisen, umfangreiche
telefonische Bürgerbefragungen durch.
Ihren Ausgangspunkt nahmen diese Befragungen vor 10 Jahren
innerhalb des Pilotprojekts „Verwaltungsreform“ des Bayerischen
Landkreistags. Da aus den Ergebnissen der damaligen Befragung, an der
der Landkreis Landsberg noch nicht teilgenommen hat, eine Vielzahl von
Handlungsempfehlungen abgeleitet und umgesetzt werden konnte, wird die
Befragung in diesem Jahr erneut durchgeführt. Eine erfolgreiche
Initiative, die seitdem weitere Behörden, Bezirksregierungen wie auch
Landkreise sowohl in Bayern als auch in Hessen aufgegriffen haben.
Zum Zweck der Modernisierung der Kreisverwaltungen hat sich der
Landkreis Landsberg mich anderen Landkreisen zum Bayerischen
Innovationsring zusammengeschlossen und unter anderem die
Bürgerbefragung für dieses Jahr konzipiert. „Diese Befragung passt
bestens in unser Konzept: Das Landratsamt Landsberg wollte und will sich
auch weiterhin stärker an den Interessen der Bürger orientieren“,
kommentiert Landrat Walter Eichner die Hintergründe der Befragung.
Welche Themen werden abgefragt?
Die Befragung wird alle Themenkomplexe umfassen, die in der
Bevölkerung zu Zufriedenheit oder Unzufriedenheit mit ihrem Landratsamt
führen. Dabei geht es zum einen um den fachlichen und persönlichen
Eindruck, den die Bürger vom Personal des Landratsamtes haben. Ein
zweiter Schwerpunkt betrifft alle relevanten infrastrukturellen und
organisatorischen Aspekte der Behörde – angefangen beim Parkplatz und
den Öffnungszeiten bis hin zur Zufriedenheit der Bürger mit der
Bearbeitung von Anfragen oder Anträgen.
Die GfK in Nürnberg, das größte deutsche Marktforschungsinstitut,
wurde erneut beauftragt, für die Landkreise Coburg, Erding, Haßberge,
Landsberg am Lech, Miltenberg, Mühldorf am Inn, Nürnberger Land,
Oberallgäu, Passau, Roth, Rottal-Inn und Schweinfurt jeweils 400
telefonische Interviews mit zufällig ausgewählten Personen zu führen.
Nach Aussage der Fachleute ist die Stichprobe ausreichend, um
differenzierte Aussagen über die Meinung der Bürger zu ihrem Landratsamt
und den publikumswirksamen Sachgebieten zu ermöglichen. „Wir bitten
alle Bürger, die von der GfK um ein Interview gebeten werden, sich eine
Viertelstunde Zeit zu nehmen und uns zu unterstützen“, appelliert
Landrat Walter Eichner. Dem Landrat liegt diese Befragung besonders am
Herzen, weil er sich dadurch konkrete Hinweise erhofft, wie sich das
Landratsamt im Sinne der Bürgerinnen und Bürger weiterentwickeln kann.
Er bittet alle, die von der GfK im Auftrag des Landratsamtes angerufen
werden, an der Aktion teilzunehmen.
Die
Vorgehensweise des Projektes und die Einbeziehung von Kundenadressen
aller ausgewählten Bereiche wurde mit dem Bayerischen Landesbeauftragten
für den Datenschutz abgestimmt. Die Adressen werden der GfK so zur
Verfügung gestellt, dass eine Zuordnung der Befragten zu sensiblen
Sachgebieten (z.B. Sozialdaten) durch die GfK nicht möglich ist. Die
Auskunft darüber, zu welchem Sachgebiet ein Befragter Kontakt hatte,
wird von den teilnehmenden Bürgern im Laufe des Interviews abgefragt, so
dass es den Befragten selbst überlassen bleibt, diese Information
weiterzugeben oder nicht. Die Interviewer der GfK haben bei keiner
Kontaktperson Vorkenntnis darüber, aus welchem Sachgebiet der Kontakt
stammt.
Ergebnis - bis wann?
Bis zum Spätherbst hat die GfK alle Interviews analysiert und
kann jedem Landkreis ein genaues Zeugnis seiner Stärken und Schwächen
ausstellen. Zudem wird sie für alle teilnehmenden Landratsämter
Empfehlungen erarbeiten, mit welchen Maßnahmen diese ihre Bürger in
Zukunft stärker zufrieden stellen können.