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Gesundheitsamt warnt vor Zecken

Mühldorf-Altötting | 06.05.2011

Gesundheitsamt warnt vor Zecken_Foto Fotolia
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Das Augsburger Gesundheitsamt warnt rechtzeitig zum Frühlingsanfang vor Zecken. Durch den Biss einer Zecke können Krankheiten wie Borreliose und FSME übertragen werden.

Bei schönem Wetter sind nicht nur viele Menschen draußen aktiv, sondern auch Zecken. Auf der Suche nach einem geeigneten Wirt legen sich die Zecken auf Gräser und Sträucher auf die Lauer. Alle, die ihre Zeit gern in freier Natur verbringen, sind potentielle Zecken-Opfer. Der Stich einer Zecke ist für den Menschen schmerzlos und wird nicht unmittelbar bemerkt. Gefährlich ist nicht die Zecke selbst, sondern Krankheiten wie FSME und Borreliose, die sie übertragen kann – das Gesundheitsamt Augsburg warnt.

Gefährlichste Zecken-Krankheit: FSME

Die am weitesten verbreitete und durch Zecken übertragene Virusinfektion ist die FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Die FSME verläuft sehr unterschiedlich und reicht von bloßen Grippe-Symptomen bis zu ernsthaften Entzündungen in Gehirn oder Rückenmark. Bei schwerem Krankheitsverlauf der FSME sind Folgeschäden wie Lähmungen denkbar, etwa zehn bis 30 Prozent der FSME-Opfer sind davon betroffen. Besonders kritisch: Die FSME kann als Krankheit nicht behandelt werden, nur die Symptome werden medikamentös behandelt.

Gesundheitsamt empfiehlt FSME-Impfung

Dr. Ulrich Storr, Leiter des Gesundheitsamtes Augsburg, empfiehlt deshalb dringend eine Schutzimpfung vor möglichem Zecken-Kontakt. Das Gesundheitsamt empfiehlt diese Impfung allen Menschen, die in einem FSME-Risikogebiet leben und sich gern in der freien Natur aufhalten. Zecken-Gebiet ist vor allem Süddeutschland mit Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch in Hessen, Thüringen und Rheinland-Pfalz gibt es Zecken-Risikogebiete. Wer sicher wissen will, ob in seinem Landkreis FSME-Fälle vorgekommen sind, kann sich auf der aktuellen FSME-Verbreitungskarte unter www.zecken.de informieren.

Zecken übertragen Borreliose

Eine zweite von Zecken übertragene Krankheit ist die bakterielle Borreliose. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es nicht. Allerdings lässt sich die Krankheit im Gegensatz zur FSME ursächlich mit Antibiotika. Wichtig ist vor allem, dass eine Borreliose frühzeitig erkannt wird. „Ihr auffälligstes Merkmal ist die so genannte Wanderröte, eine großflächige Rötung im Bereich der Einstichstelle. Es gibt allerdings auch Fälle, in denen eine Borreliose ohne Wanderröte verläuft und Gelenkbeschwerden oder neurologische Schädigungen hervorruft“, so der Leiter des Gesundheitsamts.

Gesundheitsamts-Leiter: Zecken rechtzeitig entfernen

Er empfiehlt, sich nach einem Aufenthalt im Freien gründlich nach Zecken abzusuchen und diese möglichst rasch zu entfernen. Am besten mit einer spitzen Pinzette, mit der man die Zecke nahe an der Haut packt und vorsichtig hinauszieht – ohne dabei den Hinterleib der Zecke zu zerquetschen. „Je weniger lang eine Zecke saugen konnte, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Borreliose“, weiß der Gesundheitsamts-Leiter.

Ausstellung zum Thema Zecken im Gesundheitsamt

Das Gesundheitsamt informiert über Zecken und die Gefahren der Krankheiten FSME und Borreliose in einer Ausstellung. Von 9. Bis 20. Mai können sich Interessierte im Gebäude des Gesundheitsamtes (Karmelitengasse 11, Augsburg) über Zecken und mögliche Schutzvorkehrungen gegen FSME und Borreliose informieren.

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