Mühldorf-Altötting | 26.11.2009

Stern des Südens (Foto: Siemens)
Der Siemens-Stern des Südens, der vom 1. Advent an vor den
Toren Münchens als neues Wahrzeichen der Stadt in der Weihnachtszeit
leuchten wird, ist nun auch von TÜV SÜD abgenommen. Der weltweit größte
rotierende Weihnachtsstern hat damit die letzte abnahmetechnische Hürde
genommen, so dass der erstmaligen Beleuchtung der Kunstinstallation am
29. November nichts mehr im Wege steht.
Dann werden der Siemens-Chef
Peter Löscher und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude den Stern
des Südens illuminieren. Das weltweit einzigartige technologische
Pionierprojekt hat Siemens in den vergangenen zwölf Monaten gemeinsam
mit dem Münchner Multimedia-Künstler Michael Pendry entwickelt und
umgesetzt.
TÜV SÜD hat das Konzept für die temporäre
Lichtinstallation an der Fröttmaninger Windkraftanlage geprüft, den
gesamten Aufbau begleitet und die finale Abnahme vor Ort durchgeführt.
Im Mittelpunkt der Prüfung standen mögliche Einflüsse auf die
Standsicherheit der Windkraftanlage, die Zuverlässigkeit der
Energieübertragung vom stehenden auf den rotierenden Teil der Anlage
und die störungsfreie Funktion der Sicherheitssysteme. "So fahren
beispielsweise die Rotorblätter einer Windkraftanlage bei Sturm in eine
sichere 'Fahnenstellung', wodurch eine Beschädigung der Anlage
vermieden wird", erklärt Dr. Martin Webhofer von der Abteilung
Windkraftanlagen bei TÜV SÜD. "Die Sicherheitssysteme dürfen durch die
Lichtinstallation natürlich in keiner Weise beeinträchtigt werden."
Nach der finalen Abnahme am Donnerstagmorgen konnte "grünes Licht" für
die Inbetriebnahme gegeben werden.
Der Stern des Südens ist ein
technisches Pionier- und Mammutprojekt: Die Lichtinstallation besteht
aus 9.000 Leuchtdioden (LEDs) der Siemens-Tochter Osram, die so hell
wie rund 20.000 Weihnachtskerzen leuchten. Bei gutem Wetter ist das
Kunstobjekt 30 Kilometer weit zu sehen. Der Durchmesser des weltweit
größten rotierenden Weihnachtssterns beträgt fast 70 Meter - so viel
wie ein Fußballfeld. Fast 400 Meter an Stromkabeln wurden verlegt - das
ist mehr als der Eifelturm hoch ist. Das Zusatzgewicht der
Leucht-Installation beträgt 100 Kilogramm pro Rotorblatt. Die haften
mit Weltraum-Superkleber am Windrad, denn bei windigen Bedingungen
wirken Kräfte von 20 G auf die LEDs - das ist mehr als dreimal so stark
wie die Kräfte, die bei einer Achterbahnfahrt wirken.
Foto: Der Stern des Südens. Ein gigantischer, weithin leuchtender
Weihnachtsstern grüßt in diesen Tagen die Autofahrer auf der Autobahn A
9. In Zusammenarbeit mit dem Münchener Lichtkünstler Michael Pendry hat
SIEMENS ein Windrad mit 9000 LEDs beklebt und projiziert nun seine
Lichtbilder in die Nacht. Die XXL-Installation ist eine technische
Pionierleistung – verbraucht aber gerade mal so viel Strom wie zwei
Wasserkocher.zurück drucken versenden verlinkenArtikel verlinken
Wenn Sie diesen Artikel von B4BOBERBAYERN.DE verlinken wollen, können Sie einfach den nachfolgenden HTML-Code auf Ihre Webseite einfügen:
© B4BOBERBAYERN.DE - Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung auf anderen Webseiten, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. kg ist untersagt. | Impressum