Mühldorf-Altötting | 12.10.2011

e einer Schneewaage lässt sichdie winterliche Dachlast ermitteln. Foto: Beyer
Die Schreckensnachricht vom Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall 2006 ist uns allen in trauriger Erinnerung geblieben. Die DIN-Norm für die Belastbarkeit von Hallen-Dächern wurde nach diesem Unglück verschärft, jedoch gilt dies nur für Neubauten. Doch es gibt Abhilfe: Der Schneelastwächter der Firma RoofGuards ist ein Messgerät zur Erfassung der Schneelast auf Flachdächern. Das Gerät soll künftig durch einen Alarm rechtzeitig vor zu hohen Dachlasten warnen und die Möglichkeit schaffen, Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Die Schreckensnachricht vom Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall 2006 ist uns allen in trauriger Erinnerung geblieben. Der Druck auf die Verantwortlichen hat seither immens zugenommen. Wer möchte schon gerne die Verantwortung für Menschenleben übernehmen. Leider ist das Unglück von Bad Reichenhall kein Einzelfall geblieben. Die Niederschläge sind in den vergangenen Jahren unberechenbar geworden. Die DIN-Norm für die Belastbarkeit von Hallen-Dächern wurde nach diesem Unglück verschärft, jedoch gilt dies nur für Neubauten. Flachdächer müssen z.B. in Schneelastzone 2 nach der alten Norm (vor 2005) nur einer Belastung von 75kg/m² standhalten. Viele Schulen, Schwimmbäder, Sporthallen, in denen täglich unsere Kinder toben, sind davon betroffen.
Warnsystem ermöglicht einfache und übersichtliche Kontrolle der Schneelast
Der Schneelastwächter der Firma RoofGuards ist ein Messgerät zur Erfassung der Schneelast auf Flachdächern. Das Gerät soll künftig durch einen Alarm rechtzeitig vor zu hohen Dachlasten warnen und die Möglichkeit schaffen, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Das Warnsystem besteht aus der Schneelastwaage und einem Kontrolldisplay, das die Daten kontinuierlich an eine zentrale Stelle im Gebäude übermittelt. Die aktuelle Belastung kann also bequem vom Schreibtisch aus überwacht werden. Zusätzlich zu den übermittelten Daten signalisiert ein übersichtliches Ampelsystem auf dem Kontrolldisplay den aktuellen Gefährdungszustand. Die Messwerte werden ständig aktualisiert und protokolliert. Bei drohender Gefahr wird zusätzlich zu dem optischen und akustischen Alarm, via SMS oder Email eine Benachrichtigung an den oder die Verantwortlichen gesendet. Gegenmaßnahmen können so rechtzeitig veranlasst werden.
Vernetzung verschiedener Standorte
Die Vernetzung verschiedener Standorte ermöglicht es zum Beispiel alle Gebäude eines Unternehmens deutschlandweit von einem zentralen Punkt aus zu überwachen oder Daten via Fernabfrage jederzeit abzurufen. Sicher einer von vielen Gründen, warum sich die Schneelastwaage 2011 im Bereich Forschung & Entwicklung für den Industriepreis qualifiziert hat.
Begehung des Daches im Normalfall nicht mehr nötig
Die eigentliche Meßeinheit besteht aus einem dreieckigen Acrylglasbehälter in dem der herabfallende Schnee wie auf einem Flachdach liegen bleibt. In der Unterkonstruktion ist eine Wägeanlage installiert, die das Gewicht der Schneelast pro Quadratmeter ermittelt. Ein integriertes Heizsystem stellt die Funktionalität auch bei tiefen Temperaturen sicher. Idealerweise wird die Waage direkt auf dem Dach positioniert, um einen möglichst realistischen Wert zu erhalten. Eine Begehung des Daches ist somit im Normalfall nicht mehr nötig.
Öffentlich zugängliche und transparente Datenaufzeichnung
Den Schneelasten auf Dächern wurde in der Vergangenheit nicht genug Augenmerk geschenkt. Im Gegensatz zur Lawinensituation gibt es keine qualifizierten Informationen über die Belastung durch die weiße Pracht. Die Schneewaage bietet nun die Möglichkeit zur direkten Überwachung der aktuellen Schneelast und dient als nützliche Entscheidungshilfe für die Verantwortlichen. Viele Gemeinden planen, die ermittelten Daten und Aufzeichnungen öffentlich zugänglich zu machen und so mehr Transparenz für Ihre Bürger zu schaffen. Eine Möglichkeit dazu wäre zzum Beispiel auf der Internetpräsenz der Gemeinde. Das mag nicht nur den besorgten Anwohner beruhigen, sondern dem einen oder anderen Hausbesitzer auch einen Richtwert für seine eigenen Gebäude im Umkreis geben.
Kosten- / Nutzenrechnung wird schnell positiv
Gerade bei öffentlichen Gebäuden oder Fabrikhallen, wo unmittelbar Menschenleben gefährdet sind, ist zusätzliche Vorsicht geboten. Firmen und Gemeinden sind zwischenzeitlich ängstlicher geworden und schließen Produktionshallen und öffentliche Gebäude vorsorglich bei extremen Witterungsverhältnissen. Die Kehrseite der Medaille liegt natürlich in den finanziellen Verlusten. Daher amortisiert sich die Investition in einen Schneelastwächter bereits nach kürzester Zeit. Die Schließung von Hallenbädern oder Produktionsbetrieben für nur einen Tag kostet erfahrungsgemäß mehr als der Schneelastwächter selbst.
Belastung durch Schneelast war bisher schwierig zu ermitteln
Für die Verantwortlichen war es in der Vergangenheit schwierig, die Gefahr durch Schneelast auf den Dächern richtig einzuschätzen, da es bisher kein geeignetes Messinstrument dazu gab. Die tatsächliche Belastung durch den Schnee ist schwer zu ermitteln. Pulverschnee, Nassschnee und Eis besitzen eine völlig unterschiedliche Dichte. Das Schneegewicht kann daher also stark variieren. Zum Beispiel 10 cm frisch gefallener Pulverschnee wiegen etwa 10 kg/m², 10 cm Nassschnee kann bis zu 40 kg/m² wiegen und eine 10 cm dicke Eisschicht wiegt bis zu 90 kg/m². Allein von der Schneehöhe auf das Schneegewicht zu schließen, geht also nicht. Zur Ermittlung der Schneelast auf dem Dach musste bisher sehr aufwändig mit einer Ausstechvorrichtung, etwa einem Kunststoff- oder Ofenrohr senkrecht zur Dachfläche ein Bohrkern über die gesamte Schneehöhe entnommen werden und nach dem Wiegen daraus die Last pro m² errechnet werden. Vor allem bei vereisten Dachflächen gestaltet sich dies mitunter schwierig, zeitaufwändig und teils gefährlich.
Weitere Infos zum Schneelastwächter finden Sie unter www.roofguards.de

Die Schreckensnachricht vom Einsturz der Eissporthalle in Bad Reichenhall 2006 ist uns allen in trauriger Erinnerung geblieben. Die DIN-Norm für die Belastbarkeit ... [zum Artikel »]
Online-Marketing Seminar: Google AdWords Basic in Rosenheim
24. Mai 2012 mehr...