Region Inn-Salzach

Wirtschaftsfaktor „Tourismus“ erstmals berechnet

Mühldorf-Altötting | 05.07.2010

Der Tourismus stellt seit langem eine wichtige Säule für die Wirtschaftsleistung der Region Inn-Salzach dar. Aufgrund seiner Eigenart als Querschnittsbranche, ist eine Analyse des Faktors „Tourismus“ jedoch relativ schwierig. Um dennoch den Fragen der wirtschaftlichen Auswirkungen des Tourismus auf den Grund zu gehen, haben die Landkreise Altötting und Mühldorf in Zusammenarbeit mit der Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach die dwif-Consulting GmbH beauftragt, den Wirtschaftsfaktor „Tourismus“ in der Region für das Jahr 2009 unter die Lupe zu nehmen.

Die dwif-consulting GmbH ist eine 100 %-Tochter des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif e.V.) gegründet als Beratungsinstitut für die Tourismuswirtschaft. Folgende Ergebnisse hat die Studie erbracht:

In den Betrieben gab es 387.000 Übernachtungen (ohne Übernachtungen durch Verwandte und Bekannte in Privatwohnungen sowie Urlaub auf dem Bauernhof) und 6,8 Mio. Tagesreisen.
Die Übernachtungsgäste gaben insgesamt 46,4 Mio. Euro und die Tagesbesucher 143,5 Mio. Euro aus.

Von diesen Umsätzen profitiert haben mit 60,8 % das Gastgewerbe (Beherbergung und Gastronomie 115,4 Mio. Euro), mit 24,6 % der Einzelhandel (46,8 Mio. Euro) und mit 14,6 % das Dienstleistungsgewerbe (27,7 Mio. Euro).

Als Bruttoumsatz wurden für die Region Inn-Salzach 189,9 Mio. Euro/Jahr errechnet. Davon fließen in die Bundeskasse 25,5 Mio. Euro an Umsatz-/Mehrwertsteuer. Die Städte und Gemeinden wiederum profitieren von der anteiligen Lohn- und Einkommensteuer der im Tourismus beschäftigten Personen sowie der anteiligen Gewerbe- und Grundsteuer der vom Tourismus profitierenden Unternehmen. Der errechnete touristische Beitrag zum Primäreinkommen beträgt 1,8 %.

Aus diesem Einkommensbeitrag errechnen sich rund 3.910 Personen, die ihren Lebensunterhalt aus dem Tourismus bestreiten können.

„Ein überaus wichtiger und zugleich positiver Effekt, der nicht übersehen werden darf ist: Die Arbeitsplätze im Tourismus lassen sich nicht ins Ausland verlagern, sie sind direkt vor Ort“ so Landrat Erwin Schneider. Landrat Georg Huber ergänzt: „Es war uns ein Anliegen, den Wirtschaftszweig Tourismus in unserer Region untersuchen zu lassen, um aufzuzeigen, wie wichtig hier eine Weiterentwicklung der touristischen Angebote ist.

Der Vorsitzende der Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach, Bürgermeister Herbert Hofauer stellt überzeugt fest: „ Die fast zwanzig – jährige Zusammenarbeit der Städte, Märkte, Gemeinden und der beiden Landkreise innerhalb der Tourismusgemeinschaft Inn-Salzach haben ihre Früchte gebracht. Auch in Zukunft wird es unumgänglich sein, gemeinsam an einem Strang zu ziehen, wenn man sich weiterhin auf dem touristischen Markt erfolgreich behaupten will.“
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