München Stadt/ München Land | 25.08.2010

Bayerischer Windatlas 2010 (Foto: StMWIVT Bayern)
Ab heute können die Neuauflagen des Bayerischen Wind-
und des Bayerischen Solaratlas im Internet abgerufen werden. Bayerns
Wirtschaftsminister Martin Zeil erklärt: „Mit dem Solar- und dem
Windatlas wollen wir über Möglichkeiten der erneuerbaren Energieträger
Sonne und Wind informieren. Damit sprechen wir Planer und potentielle
Investoren von Solar- und Windenergieanlagen ebenso an wie interessierte
Bürgerinnen und Bürger. Unser Ziel ist es, den Ausbau der erneuerbaren
Energien weiter voranzubringen.“
Zentraler Bestandteil beider Atlasse ist das Kartenwerk. Im
Solaratlas sind Monats- und Jahreskarten der Sonnenscheindauer und der
Globalstrahlung enthalten. Der Kartenteil des Windatlas bildet für
Bayern die mittleren jährlichen Windgeschwindigkeiten in zehn, 80 und
140 Meter Höhe ab. Zusammen mit Hinweisen zu den technischen und
wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten und einem Überblick über
rechtliche Rahmenbedingungen erlauben diese Karten eine erste
Abschätzung, ob sich ein Standort für den Bau einer Photovoltaik-Anlage
zur solaren Stromerzeugung, einer thermischen Solaranlage für warmes
Wasser und Heizwärme oder einer Windkraftanlage eignen könnte.
Derzeit decken die erneuerbaren Energien rund elf Prozent des
Primärenergieverbrauchs und etwa ein Viertel des Stromverbrauchs in
Bayern. „Wir geben uns mit dem Erreichten nicht zufrieden. Wir wollen
den Anteil der erneuerbaren Energien bis zum Jahr 2020 auf 20 Prozent
des Endenergieverbrauchs steigern. Gleichzeitig soll ihr Beitrag zur
Stromerzeugung auf 30 Prozent erhöht werden. Dazu brauchen wir neben
Wasserkraft, Biomasse und Geothermie auch die Sonnen- und Windenergie“,
erklärt Zeil.
Bei der solaren Stromerzeugung steht Bayern mit rund 40 Prozent der
installierten Photovoltaik-Leistung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt
besonders gut dar. Der solare Deckungsbeitrag zur Stromerzeugung ist
bereits auf etwa fünf Prozent angewachsen. Der Ausbau der Windenergie
fand hauptsächlich in Nord- und Mitteldeutschland statt. Bayern verfügt
in der Windbranche über eine bedeutende Zulieferindustrie für
Windkraftanlagen. Mit knapp 400 Anlagen und rund 490 Megawatt
installierter Leistung liefert die Windkraft in Bayern derzeit noch
weniger als ein Prozent des verbrauchten Stroms. „Dank moderner Technik
sowie höheren und leistungsstärkeren Anlagen wird die Windkraft auch in
Bayern an für Mensch und Natur verträglichen Standorten wachsende
Beiträge leisten können“, so Zeil abschließend.
Der Bayerischen Wind- und der Bayerischen Solaratlas können im Internet abgerufen werden unter
www.stmwivt.bayern.de/energie-und-rohstoffe/erneuerbare-energien/erneuerbare-bayern.
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