München Stadt/ München Land | 27.10.2009
Der Beschäftigungsabbau in der bayerischen
M+E-Industrie hat sich im August fortgesetzt. Gegenüber Juli nahm die
Zahl der Beschäftigten um 3.300 bzw. 0,4 Prozent ab.
Seit dem
Höchststand der Beschäftigtenzahl im Oktober 2008 (760.000) gingen fast
28.000 Arbeitsplätze in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie
verloren. Seit März liegt der monatliche Arbeitsplatzrückgang in der
bayerischen Metall- und Elektroindustrie zwischen 3.000 und 4.000
Stellen.
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen
Metallarbeitgeberverbände BayME und VBM: „Der Rückgang der
Arbeitsplätze ist im Vergleich zum Konjunktureinbruch bisher immer noch
sehr moderat. Von Oktober 2008 bis Juli 2009 gingen 4,1 Prozent der
Stellen in der bayerischen M+E-Industrie verloren, Produktion und der
Auftragseingang sanken im selben Zeitraum jedoch um knapp 20 Prozent.
Das zeigt, dass die Unternehmen nach wie vor alles dafür tun, um die
Beschäftigten zu halten.“
Brossardt betonte, dass laut einer Verbandsumfrage nur rund ein Viertel
des bisherigen Beschäftigungsrückgangs auf Kündigungen zurückzuführen
ist. „Die Firmen nutzen vor allem die natürliche Fluktuation oder
verlängern befristete Verträge nicht.“
Ein weiteres Mittel, um Beschäftigung zu halten, sei die Kurzarbeit,
die in der bayerischen M+E-Industrie sehr stark genutzt werde. Rein
rechnerisch wiesen die Kurzarbeiterzahlen auf Personalüberkapazitäten
in der bayerischen M+E-Industrie in Höhe von 52.000 Mitarbeitern hin.
Brossardt warnte: „Kurzarbeit ist für die Firmen teuer. Mit jedem Tag,
der vergeht, ohne dass sich ein nachhaltiger Aufschwung ankündigt, wird
es für die Firmen schwerer, ihre Beschäftigten in dem Maß zu halten wie
bisher.“
Brossardt weiter: „Die August-Zahlen bestätigen unsere bisherige
Prognose, wonach die Beschäftigung in der bayerischen Metall- und
Elektroindustrie bis Ende des Jahres um 40.000 Stellen unter der
Höchstzahl vom Oktober 2008 liegen wird.“
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