München Stadt/ München Land | 21.09.2009
Die Bauarbeiten zur Erweiterung des DUSS-Terminals
München-Riem haben begonnen. Der größte Umschlagbahnhof für den
Kombinierten Verkehr im Süden Deutschlands wird planmäßig um eine
dritte Kranbahn erweitert. Gesamtinvestitionen von über 16 Millionen Euro.
Bis Ende 2010 kommen zu den beiden
bestehenden Kranbahnmodulen ein weiteres mit vier Umschlaggleisen à 700
Meter Länge, zwei zusätzliche Schienenportalkräne sowie weitere drei
Abstellspuren hinzu. Zudem erhält der Umschlagbahnhof eine moderne
Betriebsführungssoftware, das so genannte Betriebsleitsystem für
Umschlagbahnhöfe (BLU), mit dem Prozesse und Abläufe noch effizienter
gestaltet werden können.
"Wir tragen mit dem Ausbau der
wirtschaftlichen Bedeutung des Standorts München und seinem
kontinuierlich hohen Verkehrsaufkommen Rechnung", sagt Wolfgang Müller,
Vorsitzender der DUSS-Geschäftsführung. Die DB Netz AG investiert in
dieses Bauvorhaben gut 16 Millionen Euro an Bundesmitteln. "Wir
schaffen damit Platz für neue Züge und können dem Markt weitere
Möglichkeiten zur Optimierung von Netzwerken und attraktive
Wachstumschancen anbieten", so Müller.
Schon seit Jahren zählt
das Terminal München-Riem aufgrund seiner strategisch wichtigen Lage in
der Nord-Süd-Achse zu den Drehscheiben im Italien- und
Südosteuropaverkehr. Im vergangenen Jahr erreichte es nach
eindrucksvollem Wachstum von über 37 Prozent zwischen 2003 und 2008 mit
rund 270.000 intermodalen Ladeeinheiten pro Jahr im Schienenein- und
-ausgang einen historischen Spitzenwert. Mit dem Ausbau wird die
Kapazität der Anlage nun abhängig vom Betriebsablauf auf jährlich rund
350.000 bis 400.000 Ladeeinheiten erweitert.
Eisenbahnverkehrsunternehmen und Operateure legen Wert auf schnelle
Umlaufzeiten in der Kranbahn und kurze Übergänge zwischen den Zügen.
Daher sind mit Inbetriebnahme der Erweiterung auch entsprechende
Ergänzungsangebote in Planung.
"Die neue Kranbahn wird zunächst zu
einer Entzerrung der Verkehre in den bestehenden Kranbahnen führen.
Damit lassen sich auch marktspezifische Anforderungen besser
realisieren. Schon heute werden etwa Seehafenhinterlandverkehre mit
höherem Abstellbedarf und schnell umlaufende Speditionsverkehre in den
Kranbahnen räumlich getrennt abgewickelt. Wenn künftig noch Angebote
für ganz eilige Expressgüter nachgefragt werden, können wir schnell und
flexibel darauf reagieren", erläutert Müller.
Mit dem
Kapazitätsausbau folgen DUSS und DB Netz AG der mittel- und langfristig
prognostizierten Mengenentwicklung im Kombinierten Verkehr und tragen
somit auch zu einer verbesserten Umweltbilanz von Transporten durch
konsequente Einbindung der Schiene bei.
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