München Stadt/ München Land | 19.04.2010

BAUMA 2010 (Foto: Messe München)
In der Allerheiligenhofkirche der
Münchner Residenz wurde gestern die neunte Internationale Bau- und
Baustoffmaschinen Messe ‚Bauma 2010’ in Anwesenheit zahlreicher
Vertreter aus Politik und Wirtschaft eröffnet. Bayerns
Wirtschaftsminister Martin Zeil lobt die Spitzenstellung der deutschen
und bayerischen Hersteller für Baumaschinen, Baustoffmaschinen,
Baufahrzeuge und Baugeräte: „Kein anderes Land bietet ein so
vielfältiges Angebot an Maschinen, Anlagen und Komponenten. Rund 70
Prozent der in Deutschland hergestellten Maschinen werden international
vertrieben. Unsere deutschen und bayerischen Unternehmen setzen hier
weltweit die Standards.“
Die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise habe allerdings gerade auch die Bau- und Baustoffmaschinenindustrie mit voller Wucht getroffen. „Die bayerischen Exporte sind, wie die bundesdeutschen, auf breiter Front um ein Fünftel abgestürzt. Die Wertschöpfung der Branche ist in den letzten beiden Jahren um fünf Prozent gesunken. Erfreulicherweise geht es aber inzwischen wieder bergauf. Die Konjunktur hat sich zuletzt spürbar stabilisiert. Die Wirtschaft ist gut ins neue Jahr gestartet. Ich warne jedoch vor voreiliger Euphorie. Ein sich selbst tragender Aufschwung ist noch nicht in Sicht und es gibt nach wie vor Risikofaktoren“, so der Wirtschaftsminister.
Die Baumaschinenbranche richtet ihren Blick derzeit vor allem auf Südamerika und Nordafrika. Auch die Märkte in den Wachstumsregionen im Fernen Osten, allen voran China und Indien, wecken große Hoffnungen. So entwickelt sich vor allem Indien, das diesjährige Partnerland der Messe, zu einem wirtschaftlichen Kraftzentrum. Zeil: „Der milliardenschwere Investitionsstau in diesem Land bietet große Geschäftschancen und triff auf der Bauma auf ein reichhaltiges Angebot. Besonders erfreulich ist, dass sich die wirtschaftlichen Potentiale beider Länder zunehmend ergänzen. Im Freistaat sind mittlerweile rund 50 indische Unternehmen aktiv, während über 350 bayerische Unternehmen Joint Ventures in Indien haben. Ich will, dass wir unsere Partnerschaften und Handelsbeziehungen weiter verfestigen und vertiefen. Denn je mehr unsere Unternehmen im Bereich Baumaschinen investieren und je intensiver die Handelsbeziehungen, desto mehr Arbeitsplätze und Wohlstand schaffen wir.“
Bayerns Wirtschaftsminister Zeil gratuliert den diesjährigen Preisträgern des Bauma Innovationspreises für ihre hervorragenden Leistungen und zukunftsweisenden Entwicklungen bei Bau-, Baustoff- und Bergbaumaschinen sowie Bauverfahren. „Dass viele Unternehmen ihre Forschungs- und Entwicklungsarbeiten am dreijährigen Messezyklus ausrichten, zeigt eindrucksvoll, dass die Bauma nicht nur internationaler Treffpunkt der Branche ist, sondern zugleich ein unbezahlbarer Innovationsmotor“, so Zeil abschließend.
Auf der Internationalen Bau- und Baustoffmaschinen Messe ‚Bauma 2010’ zeigen vom 19. bis 25. April weit über 3 000 Aussteller aus 53 Ländern ihre neuesten Produkte, von der Betonmischmaschine über Baukräne bis zum größten Muldenkipper der Welt. Das Münchner Messegelände wurde extra für dieses Ereignis vorübergehend auf 550 000 Quadratmetern erweitert.
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