München Stadt/ München Land | 09.04.2010
Die
Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsplätze in der bayerischen Metall-
und Elektroindustrie wird in diesem Jahr leicht um zwei Prozent
zurückgehen. Dies ist das Ergebnis einer Blitzumfrage der bayerischen
Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme und vbm unter ihren
Mitgliedsbetrieben.
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer von bayme und vbm: „Die bayerische Metall- und Elektroindustrie bildet trotz der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Situation auf hohem Niveau aus. Laut unserer Prognose werden wir 2010 über dem Niveau von 2006 liegen. Wenn man bedenkt, dass die demografische Entwicklung in diesem Jahr zu einem weiteren Rückgang der Bewerberzahlen führen wird, dann wird sich der M+E-Ausbildungsmarkt in diesem Jahr weiter entspannen.“
2009 ging die Zahl der neuen Ausbildungsverträge in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie um knapp 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Brossardt: „Gemessen am Ausmaß des wirtschaftlichen Einbruchs hatte die bayerische M+E-Industrie auch im letzten Jahr eine hohe Ausbildungsintensität vorzuweisen. Bemerkenswert ist, dass die bayerischen M+E-Betriebe 2009 trotz der Jahrhundertkrise mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung gestellt haben als in den Jahren 2005 und 2006.“ Zudem liege der Rückgang der Ausbildungsverträge nicht allein am gesunkenen Angebot der Betriebe. Laut Umfrage mussten 10 Prozent der Firmen ihre Ausbildungsaktivität 2009 wegen einem Mangel an Bewerbern zurückfahren. Fünf Prozent der von den bayerischen M+E-Betrieben angebotenen Ausbildungsplätze konnten im vergangenen Jahr wegen Bewerbermangels nicht besetzt werden.
Brossardt zog zudem eine positive Zwischenbilanz der Beschäftigungsbrücke Bayern, die vor knapp einem Jahr gegründet wurde. Sie richtet sich an bayme vbm Mitgliedsbetriebe, die wegen der schwierigen wirtschaftlichen Lage ihren Nachwuchs nach erfolgreicher Ausbildung nicht übernehmen können. Die jungen Facharbeiter werden dabei von der Beschäftigungsbrücke Bayern GmbH angestellt und für mindestens drei Tage in der Woche bei ihrem ehemaligen Ausbildungsbetrieb eingesetzt. Laut Brossardt befinden sich derzeit 134 Jung-Facharbeiter in der Beschäftigungsbrücke Bayern. Sie sind bei insgesamt 15 Firmen im Einsatz. Brossardt: „Die Beschäftigungsbrücke Bayern stößt bei unseren Mitgliedsbetrieben auf hohe Akzeptanz, wird aber maßvoll in Anspruch genommen. Wir freuen uns über jeden Auszubildenden, der nach erfolgreichem Abschluss von den Unternehmen übernommen wird. Und wir beraten die Firmen gerade im Hinblick auf dieses Ziel. Der Weg in die Beschäftigungsbrücke war und ist für uns immer nur die zweitbeste Lösung.“
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