München Stadt/ München Land | 04.08.2009
Operatives Ergebnis mit 1.692 Mio. € deutlich mehr als verdoppelt. Operative Erträge (3.418 Mio. €) um 40,8 % kräftig gestiegen. Kreditrisikovorsorge spiegelt schwierigeres Kreditumfeld wider (969 Mio. €). Vorsteuer-Gewinn bereinigt um Einmaleffekte um 75 % auf 639 Mio. € erhöht.
Im
insgesamt weiterhin schwierigen Marktumfeld des 1. Halbjahres 2009
erwirtschaftete die HVB Group ein sehr gutes operatives Ergebnis von
1.692 Mio. €, das gegenüber dem Vorjahr um rund eine Milliarde Euro
bzw. um das 1,5-fache stieg. Diese erfreuliche Entwicklung ist vor
allem auf den kräftigen Anstieg der operativen Erträge um rund 41 % auf
3.418 Mio. € zurückzuführen. Wesentliche Ursachen hierfür sind die
deutliche Zunahme des Zinsüberschusses um 464 Mio. € und die
signifikante Verbesserung des Handelsergebnisses um 673 Mio. €. Mit
einem weiter rückläufigen Verwaltungsaufwand führten die kräftigen
Ertragssteigerungen zu einer sehr guten Cost-Income-Ratio von 50,5 %.
Trotz der in einem erheblich verschlechterten Kreditumfeld auf 969 Mio.
€ gestiegenen Kreditrisikovorsorge und der Einmalbelastung aus
Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 267 Mio. € erzielte die HVB
Group ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 372 Mio. €.
Bereinigt
um die Einmalbelastungen aus den Restrukturierungsaufwendungen ergibt
sich ein Anstieg des Ergebnisses vor Steuern um rund 75 % auf 639 Mio.
€. Bereinigt um die Einmaleffekte verbesserte sich auch der Gewinn nach
Steuern gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum um fast 80 % auf
348 Mio. €.
Diese insgesamt gute Ergebnisentwicklung wurde
überwiegend in der Division Markets & Investment Banking mit einem
signifikanten Turnaround bei den operativen Erträgen und beim
operativen Ergebnis erwirtschaftet. Dazu führten der kräftige Anstieg
im Zinsüberschuss und die Verbesserung des Handelsergebnisses. Trotz
der Belastungen aus den im Zusammenhang mit der strategischen
Neuausrichtung stehenden Restrukturierungen (-187 Mio. €) und der
deutlich auf 387 Mio. € erhöhten Kreditrisikovorsorge konnte die
Division – erstmals seit Anfang 2008 – ein positives Ergebnis vor
Steuern in Höhe von 200 Mio. € erzielen (Vorjahr: -266 Mio. €).
Bereinigt um die Restrukturierungsaufwendungen liegt das Ergebnis vor
Steuern bei 387 Mio. €, was einen Anstieg gegenüber dem bereinigten
Vorjahr um 652 Mio. € bedeutet.
Ebenso erfreulich ist die auch
im 1. Halbjahr 2009 nachhaltige operative Ertragskraft der Division
Firmen- & Kommerzielle Immobilienkunden mit einem deutlichen
Anstieg der operativen Erträge (+10,5 %) und des operativen Ergebnisses
(+16,0 %). Das Ergebnis vor Steuern dieser Division lag jedoch mit 58
Mio. € insbesondere wegen des kräftig gestiegenen
Risikovorsorgeaufwands, aber auch infolge der
Restrukturierungsaufwendungen (-25 Mio. €) unter dem Ergebnis des 1.
Halbjahres 2008 (379 Mio. €). Bereinigt um diese Einmaleffekte lag das
Ergebnis vor Steuern bei 83 Mio. €.
Bei den Divisionen Wealth
Management und Privat- und Geschäftskunden führte insbesondere die
ausgeprägte Zurückhaltung der Anleger zu Ergebnisrückgängen gegenüber
dem 1. Halbjahr 2008, das noch von einem deutlich günstigeren
Marktumfeld profitierte. Die Division Wealth Management erzielte ein
positives Ergebnis vor Steuern (39 Mio. €). Bei der Division Privat-
und Geschäftskunden ergab sich im 1. Halbjahr 2009 nur auf Grund der
einmaligen Sonderbelastungen durch Restrukturierungsaufwendungen in
Höhe von 55 Mio. € ein negatives Ergebnis vor Steuern in Höhe von -8
Mio. €. Um diese bereinigt erreicht auch die Division Privat- und
Geschäftskunden ein positives Ergebnis vor Steuern (47 Mio. €).
Die
HVB Group verzeichnete im 2. Quartal 2009 eine sehr erfreuliche,
kräftige finanzielle Verbesserung gegenüber dem durch die
Wirtschaftskrise stark belasteten 1. Quartal 2009. Die operativen
Erträge stiegen kräftig um 806 Mio. € auf 2.112 Mio. € an, das sind
+61,7 %. Der Zinsüberschuss – inklusive Dividenden – von 1.151 Mio. €
war leicht rückläufig, konnte jedoch das gute Niveau des 1. Quartals
2009 fast wiederholen. Der Provisionsüberschuss lag mit 305 Mio. € über
dem Wert des 1. Quartals 2009 (+3,4 %). Das Handelsergebnis erholte
sich im 2. Quartal und stieg kräftig auf 605 Mio. € an (1. Quartal
2009: -261 Mio. €). Die Verwaltungs-aufwendungen lagen wegen höherer
Beiträge an die Einlagen-sicherungssysteme und den
Pensionssicherungsverein leicht über dem 1. Quartal 2009 (+2,1%). Das
operative Ergebnis hat sich mit 1.240 Mio. € im 2. Quartal 2009 fast
verdreifacht, nach 452 Mio. € im 1. Quartal 2009. Die
Kreditrisikovorsorge musste im Zuge der Wirtschaftskrise mit einem
deutlich schwierigeren Kreditumfeld auf 686 Mio. € angehoben werden
(283 Mio. € im 1. Quartal 2009). Das Ergebnis vor Steuern stieg
deutlich auf 278 Mio. €, bereinigt um Einmalbelastungen aus
Restrukturierung auf erfreuliche 496 Mio. € (1. Quartal 2009: bereinigt
143 Mio. €).
Dr. Theodor Weimer, Sprecher des Vorstands der
Hypo-Vereinsbank: "Trotz des anhaltend schwierigen Umfelds haben wir im
2. Quartal 2009 ein sehr starkes operatives Ergebnis erzielt. Insgesamt
ist das Ergebnis für das 1. Halbjahr 2009 – trotz deutlich gestiegener
Risikovorsorgeaufwendungen – sehr zufriedenstellend. Wir erwarten, dass
die wirtschaftlichen Bedingungen sowohl weltweit als auch in
Deutschland weiterhin schwierig bleiben werden. Damit ist die
Entwicklung für das gesamte Geschäftsjahr 2009 weiterhin nicht
hinreichend zuverlässig zu prognostizieren. Mittelfristig betrachtet
ist die HypoVereinsbank mit ihrer guten strategischen Ausrichtung und
der exzellenten Kapitalausstattung gut gerüstet, um von einem
verbesserten
Geschäftsumfeld zu profitieren."
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