München Stadt/ München Land | 17.03.2010
Die Exporte bayerischer Metall- und
Elektro-Produkte sind im Jahr 2009 um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr
gesunken. Damit fielen die M+E-Exporte unter das Niveau des Jahres
2004. Brossardt: „Der Weg aus der Krise führt dennoch über den Export.“
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen
Metallarbeitgeberverbände bayme und vbm: „Die exportorientierte
bayerische Metall- und Elektroindustrie ist von dem weltweiten
Konjunktureinbruch besonders betroffen. Das bedeutet aber nicht, dass
man sich auf den Heimatmarkt konzentrieren kann, im Gegenteil. Es gibt
keine Alternative zu einer weiteren Internationalisierung. Vor allem,
weil die weltweite Nachfrage nach unseren Gütern insbesondere aus den
Schwellenländern weiter wachsen wird. Dies gilt gerade für unsere
Branchenstärke in den Bereichen Mobilität, Gesundheit und Energie.“
Am stärksten zurück gingen die Exporte nach Russland mit minus 47
Prozent, gefolgt von den Mittel- und Osteuropäischen Staaten (-42
Prozent). Die Ausfuhren in die USA sanken um knapp 26 Prozent.
Unterdurchschnittlich fiel der Rückgang der Ausfuhren nach Indien
(-15,7 Prozent) und in den Euro-Raum (-15,6 Prozent) aus. Als einziges
wichtiges Exportland konnten die Ausfuhren nach China ein Plus von 4,5
Prozent verbuchen.
Besonders dramatisch eingebrochen sind die Ausfuhren von
Lastkraftwagen. Die Unternehmen exportierten 2009 nur noch ein Drittel
dessen, was sie ein Jahr zuvor im Ausland absetzten. Der Pkw-Absatz ins
Ausland ging aufgrund der Konjunkturprogramme in verschiedenen Ländern
unterdurchschnittlich um 11,5 Prozent zurück. Die Exporte von Maschinen
sanken um 28,9 Prozent, der Ausfuhrrückgang bei elektrotechnischen
Produkten betrug 16,9 Prozent.
Der Tiefpunkt bei den bayerischen M+E-Exporten wurde im Sommer 2009
erreicht. Zum Jahresende hin konnten die Ausfuhren tendenziell wieder
etwas zulegen.
Die bayerischen M+E-Unternehmen exportierten im Jahr 2009 Waren und
Güter im Wert von insgesamt 83,3 Milliarden Euro. Damit machten
M+E-Produkte mehr als zwei Drittel (67,2 Prozent) aller bayerischen
Exporte aus. Fast die Hälfte der M+E-Exporte entfällt auf Fahrzeuge,
jeweils knapp 25 Prozent auf Maschinen und elektrotechnische Produkte.
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