München Stadt/ München Land | 26.04.2010

R-Modell der Zweischneckenextruderserie ZE-UTX
Intensiver
Stoff- und Wärmeaustausch, enges Verweilzeitspektrum, effektive
Entgasung und drehzahlunabhängige Durchsatzleistung - das sind
die Charakteristika der Zweischneckenextruderserie ZE-UTX von
KraussMaffei Berstorff, die optimal für die Verarbeitung
naturfaserverstärkter Kunststoffe geeignet ist.
Dank
konsequenter Weiterentwicklungen, stetiger Detailverbesserungen und
des hohen Erfahrungsschatzes des Extruder-Herstellers ist es jetzt
gelungen, den optimalen Extruder für eine besonders wirtschaftliche
Compoundierung bei niedrigen Betriebskosten zu konfigurieren. Ein
großes freies Volumen, spezielle Mischelemente und eine gezielte
Zylindertemperierung sind Schlüsselkomponenten für den
gewünschten Erfolg.
Perfekt
geeignet für die Verarbeitung ungetrockneter Naturfasern ist das
R-Modell der ZE-UTX-Baureihe mit einem Da/Di von 1,74. Die
tiefgeschnittenen Schneckengänge sorgen für ein großes freies
Volumen und damit für das betriebssichere Abführen des während
der Verarbeitung freigesetzten Wasserdampfes. In Kombination mit den
speziellen 6D-langen Zylinderelementen findet so eine effektive
Entgasung statt. Versuche haben gezeigt, dass Naturfasern mit einem
Feuchtegehalt von bis zu 12% problemlos verarbeitet werden können.
Vorteilhaft bei Verarbeitung ungetrockneter Ware sind zum einen die
niedrigen Betriebskosten durch das Wegfallen der
kostenintensiven Vortrocknung und zum anderen das vereinfachte
Handling ohne das Risiko einer Staubexplosion.
Schonende
Verarbeitung von Naturfasern dank Top-Technologie
Für
die besonders schonende Einarbeitung der Naturfasern sorgen bei den
KraussMaffei Berstorff-Extrudern die patentierten
Multi-Prozess-Schneckenelemente. Bei diesen treten im Gegensatz
zu herkömmlichen Knetblocksystemen weder hohe Schergeschwindigkeiten
noch Temperaturspitzen auf, die zu einer thermischen Schädigung der
Naturfasern führen könnten. Trotzdem sorgen die speziellen
Mischelemente für die gewünschte Homogenisierung und Dispergierung
und damit für vergleichbare mechanische Eigenschaften des
Endprodukts.
Schließlich
sind bei der Naturfaser-Compoundierung niedrige
Gehäusewandtemperaturen wichtig, um örtliche Überhitzungen
der Schmelze zu verhindern. Hierfür entwickelte das Unternehmen ein
Wärmebehandlungsverfahren für die Gehäuseelemente, in dem ein
Induktor aufgrund der induzierten Wirbelströme die Brillenbohrung
bis zu einer begrenzten Eindringtiefe erwärmt, die anschließend
abgekühlt wird. Dank dieses Verfahrens kann auf sonst übliche
Verschleißschutzbuchsen verzichtet werden, wodurch sich der
Abstand der Kühlbohrungen zum Prozessraum reduziert und somit eine
sehr effektive Kühlleistungsübertragung gewährleistet ist.
Noch
wirtschaftlicher und materialschonender ist es, Naturfaser-Compounds
direkt zum Endprodukt Folie, Profil oder Platte zu verarbeiten, indem
das formgebende Werkzeug und die Nachfolgeeinrichtungen direkt an den
Zweischneckenextruder angeschlossen werden. Für diese Konstellation
hält KraussMaffei Berstorff eine Schmelzepumpe bereit, die am Ende
des Extruders für einen pulsationsfreien Schmelzefluss bei
konstantem Druck sorgt.
Bild: Das R-Modell der Zweischneckenextruderserie ZE-UTX kann
Naturfasern mit einem Feuchtegehalt von bis zu 12 Prozent problemlos
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