München Stadt/ München Land | 08.12.2010

* View * Download Reaktoren gekoppelt mit einem IR-Spektrometer zur in-situ Reaktionskontrolle
Riesige Mengen Kohlendioxid stünden zur Verfügung, wenn es bei der
Energiegewinnung aus Kohle, Öl und Erdgas in naher Zukunft abgetrennt
würde. Zusammen mit Forschern der BASF und weiteren Kooperationspartnern
arbeiten Wissenschaftler der Technischen Universität München (TUM) nun
daran, ein wichtiges Kunststoff-Vorprodukt, das Natrium-Acrylat, auf
Basis von Kohlendioxid und Ethen herzustellen.
Bisher wird das bei der Energiegewinnung anfallende Kohlendioxid in die
Atmosphäre entlassen. Mit einigen Tricks könnte man dieses aber auch als
Rohstoff für neue Chemikalien nutzen. Mit 2,2 Millionen Euro fördert
das Bundesministerium für Bildung und Forschung nun ein Verbundprojekt
in dem Kohlendioxid in industriellem Maßstab ökonomisch und ökologisch
nutzbar gemacht werden soll – durch die Herstellung von Natrium-Acrylat
auf Basis von Kohlendioxid und Ethen. Natrium-Acrylat ist ein wichtiger
Grundstoff für Hochleistungspolymere, wie die in Windeln verwendeten
Superabsorber.
An dem Verbundprojekt beteiligen sich Wissenschaftler der TU München,
der BASF, des Catalysis Research Laboratory (Carla) der Universität
Heidelberg, der Universität Stuttgart und der mehrheitlich zur BASF
gehörenden HTE AG. Neben der Förderung durch das BMBF stellen BASF und
HTE in den nächsten drei Jahren zusammen nochmals 1,7 Millionen Euro für
das Projekt zur Verfügung.
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