München Stadt/ München Land | 31.07.2009

Reuschel-Bank am Maximiliansplatz
Die Conrad Hinrich Donner Bank AG erwirbt
100 Prozent der Gesellschaftsanteile an der Privatbank
Reuschel & Co. KG von der Commerzbank AG. Mit dem Bankhaus Donner
verstärken die Münchner nach eigener Einschätzung ihre Position unter den traditionellen Privatbanken in
Deutschland.
Die beiden Institute verfügen gemeinsam
über eine Bilanzsumme von 4,0 Mrd. Euro (Geschäftsjahr 2008), 600
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie über einen Bilanzgewinn von
insgesamt 11 Mio. Euro. Die Assets under Management belaufen sich auf
rund 7,5 Mrd. Euro. Die Muttergesellschaft der Conrad Hinrich Donner
Bank ist die Signal Iduna Gruppe. Sie verstärkt durch die Akquisition
ihre Position im Allfinanz-Geschäft.
Beide Institute sind durch ihre
kundenorientierte Ausrichtung sowie durch ihre konservative
Geschäftsphilosophie unbeschadet durch die Finanzkrise gegangen.
Mit dem Verkauf der profitablen Privatbank Reuschel
& Co. erfüllt die Commerzbank Auflagen der EU-Kommission zur
Reduzierung des Beteiligungsportfolios nach der Übernahme der Dresdner
Bank.
Kernstandorte
der Institute bleiben Hamburg und München. Das neue Management der
Privatbank wird aus den Geschäftsleitern beider Häuser bestehen.„Beide Banken ergänzen sich ideal“, sagt Marcus
Vitt, Vorstand der Conrad Hinrich Donner Bank. „Unser Haus ist stark im
Norden, die Privatbank Reuschel ist eine Größe im Süden Deutschlands.“ Regionale Überschneidungen existieren nicht.
Durch
den Zusammenschluss haben beide Privatbanken einen großen Schritt in
der Umsetzung ihrer Wachstumsstrategien getan. Sowohl das Bankhaus
Donner als auch Reuschel & Co. standen vor einer Ausweitung ihrer
Geschäftsaktivitäten auf das gesamte Bundesgebiet.
„Dies ist nun in einem Zug in wesentlichen Teilen
gelungen“, resümiert Patrick Tessmann, Sprecher der Geschäftsleitung
der Reuschel & Co. Privatbankiers. „Es herrscht Einigkeit im
Topmanagement beider Banken, den Wachstumskurs als traditionelle
Privatbank auch in Zukunft weiter zu verfolgen.“
Ihren Kunden versprechen die beiden Privatbanken
eine „geräuschlose und komplikationsfreie Zusammenführung“. Es besteht
eine hohe Kompatibilität in den Organisations- und Managementstrukturen
sowie in der Beratungs- und Betreuungsphilosophie. Gerade die
Finanzmarktkrise hat zu einem verstärkten Beratungsbedarf der Kunden
geführt, bei dem nicht der Produktverkauf im Vordergrund steht, sondern
eine ganzheitliche und individuelle Betreuung, frei von
Interessenkonflikten. Genau dies ist und bleibt die – auch in der
jüngsten Vergangenheit mehrfach bei unabhängigen Tests ausgezeichnete –
Geschäftspolitik beider Privatbanken.
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