München Stadt/ München Land | 11.05.2010

Giesecke & Devrient Bilanzpressekonferenz 2010
Der Konzernumsatz mit rund 1,7 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau
EBIT-Ergebnis ist rückläufig, bleibt aber mit 140 Millionen Euro auf
hohem Niveau. Der Konzernüberschuss erreicht mit 105 Millionen Euro das
zweitbeste
Ergebnis der Firmengeschichte. G&D erwartet für 2010 stabilen Umsatz
in schwierigem Marktumfeld.
Technologiekonzern gründet gemeinnützige Stiftung.
Der Technologiekonzern Giesecke &
Devrient (G&D) hat sich im Geschäftsjahr 2009 gut behauptet. Der
Konzernumsatz erreichte im Jahr der Wirtschaftskrise mit rund 1,7
Milliarden Euro das hohe Niveau des Vorjahres. Gleichzeitig hat das
Unternehmen seine Investitionen in neue Technologien und
Unternehmensbeteiligungen auf den Rekordwert von rund 200 Millionen Euro
gesteigert. Der Konzernüberschuss fällt im Vergleich zum Vorjahr um
etwa 12 Prozent geringer aus: Das EBIT liegt bei 140 Millionen Euro. Der
Jahresüberschuss ist mit 105 Millionen Euro (111
Millionen Euro in 2008) der Zweitbeste in der Unternehmensgeschichte.
„Trotz der Finanz- und Wirtschaftskrise haben wir 2009 rund 200
Millionen Euro investiert, und das fast vollständig aus eigenen Mitteln.
Damit sind wir weiterhin auf Kurs für künftiges Wachstum“, erklärte Dr.
Karsten Ottenberg, Vorsitzender der Geschäftsführung von Giesecke &
Devrient, auf der Bilanzpressekonferenz in München. „Unser Ertrag ist
nach wie vor auf hohem Niveau, der Umsatz blieb auf Vorjahreshöhe.“
Der
Bereich Banknote ist mit mehr als der Hälfte des Gesamtumsatzes
traditionell der größte Umsatzbringer. 2009 erzielte der Bereich einen
Umsatz von 896 Millionen Euro, der damit knapp unter Vorjahr liegt.
Ursache dafür ist die Investitionszurückhaltung bei Handel und
Filialbanken bei den kleinen Banknotenbearbeitungsmaschinen.
Der
Umsatz des Bereiches Cards and Services blieb mit 589 Millionen Euro
rund drei Prozent unter dem hohen Vorjahreswert. In der Division
Zahlungsverkehr wirkte sich die anhaltende Migration von Magnetkarten zu
höherwertigen Chip-Karten positiv aus. Das Geschäft mit höherwertigen
SIM-Karten blieb aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Branche hinter
den Erwartungen zurück.
Sehr positiv hat sich der
Geschäftsbereich Government Solutions entwickelt. Der Umsatz stieg um 15
Prozent auf 183 Millionen Euro dank einer Vielzahl internationaler
Projekte. Die Division profitierte zudem von der Nachfrage nach
verbesserten Identifizierungsverfahren bei höherem Datenschutzniveau.
Die
Division New Business hat sich weiter gut entwickelt. Im vergangenen
Geschäftsjahr verbesserte dieser Bereich durch neue Produkteinführungen
seinen Umsatz um 27 Prozent auf 16 Millionen Euro.
Die Zahl der
Mitarbeiter ist im vergangenen Jahr weltweit um 273 auf 10.122
gestiegen. Allein in der Forschung und Entwicklung erhöhte sich die Zahl
der Mitarbeiter auf über Tausend – dies entspricht jedem zehnten
Mitarbeiter.
G&D steht zu seiner gesellschaftlichen
Verantwortung. Das Familienunternehmen gründet eine gemeinnützige
Stiftung mit einem Grundstockvermögen von 20 Millionen Euro.
Schwerpunkte der Stiftungsarbeit sind die Förderung von Projekten und
Programmen im Bereich Bildung, internationaler Völkerverständigung und
Druckkunst.
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