München Stadt/ München Land | 08.10.2009
Bayerns
Wirtschaftsminister Martin Zeil kommentierte die heute vorgestellten Herbstbilanz
der LfA Förderbank Bayern: „Immer mehr Firmen nutzen das verbesserte
Angebot an Risikoübernahmen der LfA Förderbank Bayern, um die Folgen
der Wirtschaftskrise zu bewältigen. In den ersten neun Monaten hat die
LfA 270 Millionen Euro an Bürgschaften und Haftungsfreistellungen
zugesagt.
Damit konnten wir bei über 1 400 Unternehmen Firmenkredite in Höhe von
375 Millionen Euro anstoßen.“
Die Zahl der Unternehmen stieg damit im
Vergleich zum Vorjahr um 37 Prozent und das Risikozusagevolumen sogar
um 130 Prozent. „Diese Zahlen beweisen eindrucksvoll, dass der
Bayerische Mittelstandsschirm eine effektive Hilfe in der
Wirtschaftskrise ist“, so Zeil.
Die
LfA sei derzeit insbesondere in den Fällen gefragt, in denen die
Betriebe aufgrund knapper Sicherheiten schwerer an Kredite kommen. So
habe sich das Zusagevolumen im Bürgschaftsbereich im Vergleich zum
Vorjahr mit 158 Millionen Euro mehr als vervierfacht. „Die
Haftungsfreistellungen für Start- und Investivkredite stiegen um 40
Prozent auf 112 Millionen Euro, obwohl die Start- und Investivkredite
selbst wegen der Wirtschaftkrise um neun Prozent abnahmen“, betont der
Wirtschaftsminister und LfA Aufsichtsratsvorsitzende Zeil. Die Zusagen
im Kernfördergeschäft mit zinsverbilligten und zinsgünstigen Darlehen
an kleine und mittelständische Unternehmen blieben mit 744 Millionen
Euro zwar um 17 Prozent hinter den ersten neun Monaten des starken
Jahres 2008 zurück. Die Zahl der geförderten Unternehmen lag aber mit
rund 3 600 nur um 3,5 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Minister
wertet dies als Zeichen dafür, dass die Unternehmen trotz der
Wirtschaftskrise entschlossen sind, in ihre Wettbewerbsfähigkeit zu
investieren.
LfA Chef Michael Schneider ergänzt: „Die
Förderstatistik macht zweierlei deutlich: Die Versorgung des
Mittelstands mit Krediten funktioniert auch in der Krise und unsere
Unterstützung kommt dort an, wo sie besonders dringlich ist, nämlich
bei den kleinen und mittleren Unternehmen.“ Im Bereich Bürgschaften
sind 77 Prozent der geförderten Betriebe kleine Unternehmen, also
Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von
höchstens 10 Millionen Euro, 18 Prozent mittlere Unternehmen und nur
fünf Prozent sind größere Mittelständler mit einem Jahresumsatz von
über 50 Millionen Euro. „Diese Zahlen bestätigen die spezifische
Mittelstandsorientierung des Bayerischen Mittelstandsschirm“, so
Schneider. Bemerkenswert sei auch die niedrige Ablehnungsquote bei
Bürgschaften von sechs Prozent. 12 Prozent der Anträge werden von der
Hausbank zurückgenommen und 82 Prozent der Anträge werden zugesagt.
zurück drucken versenden verlinkenArtikel verlinken
Wenn Sie diesen Artikel von B4BOBERBAYERN.DE verlinken wollen, können Sie einfach den nachfolgenden HTML-Code auf Ihre Webseite einfügen:
© B4BOBERBAYERN.DE - Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung auf anderen Webseiten, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung von vmm wirtschaftsverlag gmbh & co. kg ist untersagt. | Impressum