München Stadt/ München Land | 08.03.2010
KraussMaffei investiert vier Millionen Euro in sein Stammwerk
Eine
wegweisende Investition in das Stammwerk: KraussMaffei hat am 5. März sein
neues Oberflächenzentrum in München-Allach eingeweiht – im Beisein von Bayerns
Wirtschaftsminister Martin Zeil. Zeil betont: „Gerade die deutsche Kunststoffmaschinenindustrie
hat die stürmischen Zeiten der Wirtschaftskrise zu spüren bekommen.Deshalb freue ich mich über
jedes bayerische Unternehmen, das die Krise als Chance begreift, das nach vorne
schaut, modernisiert und investiert.KraussMaffei ist mit seiner neuen und innovativen Lackieranlage
ganz vorne mit dabei.“
Der führende
Kunststoffmaschinenbauer hat in die neue Anlage im vergangenen Jahr trotz Wirtschaftskrise
rund vier Millionen Euro investiert; der innovative Komplex löst die bisherige
Lackieranlage ab. Dr. Dietmar Straub, Vorstandsvorsitzender der KraussMaffei
AG, unterstreicht: „Durch das neue
Oberflächenzentrum erreichen wir eine höhere Transparenz für den gesamten
Montageablauf und können damit noch effizienter und schneller arbeiten – ein
wichtiger Pluspunkt für unsere Kunden. Zudem profitieren auch die Umwelt und
unsere Mitarbeiter: Geschlossene Kreisläufe reduzieren den Lackverbrauch und
senken die Emissionen nachhaltig – und die neue Anlage setzt zudem Maßstäbe bei
Arbeitssicherheit sowie Ergonomie.“
Zwei Anlagenteile sorgen für kürzere Durchlaufzeiten und
noch höhere Qualität
Die Aufgabe der neuen
Anlage ist klar: Maschinen und Anlagenteile werden jetzt mit Hilfe einer
intelligenten Taktung individuell lackiert und taktgenau an die Montage weitergeführt.
Wichtiger Pluspunkt: Durch die praxisgerechte Konzeption der Anlage kann
KraussMaffei die Durchlaufzeiten weiter verringern – und dies bei noch höherer
Qualität. Das Oberflächenzentrum besteht aus zwei verschiedenen Anlagenteilen:
Eine Taktanlage sowie eine Kombianlage bilden seine beiden Herzkammern. Enorm: Schwebende Zuführung von bis zu 32 TonnenIn der Taktanlage kann
KraussMaffei Bauteile von bis zu vier Metern Länge, drei Metern Breite, drei
Metern Höhe und einem Gewicht von 32 Tonnen lackieren. Bei voller Auslastung fördert KraussMaffei
so das Startgewicht eines Airbus-Flugzeuges durch das neue Oberflächenzentrum.
Sämtliche Bauteile werden von einem Hängeförderer in die
Taktanlage eingebracht.
Die Grundidee des Abarbeitens
sämtlicher Prozesse Schritt für Schritt ist der Montage der Spritzgießmaschinen
entlehnt, wo KraussMaffei ebenfalls bereits erfolgreich Taktlinien realisiert hat.
In der neuen Kombianlage
verarbeitet KraussMaffei Bauteile von bis zu zwölf Metern Länge und 80 Tonnen
Gewicht – Teile also, die aufgrund ihrer Größe in der Taktanlage nicht
aufgenommen werden können. Beide Anlagenteile tragen zu einer deutlichen Reduzierung
von Emissionen und Wasserverbrauch bei. Damit setzt KraussMaffei auch im
ökologischen Bereich Akzente. Erfolgreiche Zusammenarbeit mit Rippert AnlagentechnikDas neue
Oberflächenzentrum wurde in enger Zusammenarbeit zwischen KraussMaffei und der
Rippert Anlagentechnik GmbH & Co. KG aus
Herzebrock-Clarholz/Nordrhein-Westfalen errichtet. Das Anlagenbau-Unternehmen
mit rund 300 Mitarbeitern plant, produziert und montiert seit rund 40 Jahren
Lackier- und Filteranlagen sowie Industrieventilatoren. Eine Kernkompetenz sind
komplexe Lackiersysteme mit Komponenten wie Vorbehandlungs-,
Pulverbeschichtungs- oder Trocknungsanlagen.
Foto: Bayerns
Wirtschaftsminister Martin Zeil (rechts) und Dr. Dietmar Straub, Vorstandsvorsitzender
der KraussMaffei AG, bei der Einweihung des neuen Oberflächenzentrums in
München-Allach am 5. März 2010.
(Werkbild KraussMaffei)