München Stadt/ München Land | 29.03.2010

KraussMaffei Maschine für Technikum Hannover
Vor wenigen Tagen hat die Fachhochschule Hannover (FHH) am Standort Ahlem ihr
neues Kunststoff-Technikum eröffnet. Dort werden Wissenschaftler in
enger Zusammenarbeit mit der Industrie die Entwicklung von
sogenannten nachhaltigen, biobasierten Polymerwerkstoffen intensiv
vorantreiben. Als Labormaschinen kommen dabei ein
Zweischneckenextruder ZE 34 Basic von KraussMaffei Berstorff,
Hannover, und eine vollelektrische Spritzgießmaschine EX 160-750 von
KraussMaffei Technologies, München, zum Einsatz.
Bereits seit
zehn Jahren entwickelt Prof. Dr.-Ing. Hans-Josef Endres vom
Fachbereich Maschinenbau und Bioverfahrenstechnik der FHH mit seinem
Team im Rahmen verschiedener Forschungsvorhaben auf der Basis von
nachwachsenden Rohstoffen hergestellte Kunststoffe. Vor einigen
Jahren ging hieraus eine intensive Zusammenarbeit zwischen der
Fachhochschule, der Volkswagen AG, KraussMaffei Technologies als
Hersteller von Kunststoffverarbeitungsmaschinen sowie KraussMaffei
Berstorff als Extrusionsspezialisten hervor.
Richtungweisendes
GemeinschaftsprojektDas
im Beisein unter anderem von Lutz Stratmann, Niedersächsischer
Minister für Wissenschaft und Kultur, Werner Andres, FHH-Präsident,
Manfred Reichel, Geschäftsführer Extrusionstechnik bei KraussMaffei
Berstorff, sowie Bernd Koal, Leiter des Geschäftsfelds Kunststoff im
VW-Geschäftsbereich Komponente, eingeweihte neue
Kunststoff-Technikum bietet jetzt einem richtungweisenden
Gemeinschaftsprojekt neuen Raum.
Ziel ist die gemeinsame Entwicklung
von biobasierten Polymerwerkstoffen und deren industrielle
Verarbeitung zu Kunststoffbauteilen für den Einsatz im
Pkw-Interieurbereich. Hauptaufgabe der Hochschule ist dabei die
Materialentwicklung sowie Charakterisierung der Verarbeitungs-,
Gebrauchs- und Entsorgungseigenschaften der neuartigen Werkstoffe.
Zur Werkstoffcompoundierung setzen die Hochschulmitarbeiter den
gleichläufigen, modular aufgebauten Zweischneckenextruder ZE 34
Basic von KraussMaffei Berstorff ein, während bei der Formgebung der
entwickelten Werkstoffe eine Spritzgießmaschine
EX 160-750 von KraussMaffei Technologies mit einer Schließkraft von
160 Tonnen zum Einsatz kommt. Mit dem neuen Kunststoff-Technikum ist
der FHH der Brückenschlag zwischen Labor und semiindustrieller bzw.
industrieller Produktion geglückt, wie Prof. Hans-Josef Endres
betont. Gleichzeitig eröffne es der Hochschule die Möglichkeit,
ihren Studenten aufzuzeigen, wie in der Industrie produziert wird.
Neben der Bereitstellung der Maschine wurden vom Land bzw. von der
Hochschule die Mittel zum Bau des Technikums bereit gestellt.
Bild: FHH-Präsident Werner Andres mit Lutz
Stratmann Minister für Wissenschaft und Kultur in Niedersachsen,
Bernd Koal von der Volkswagen AG, Arendt Meyer zu Wehdel, Präsident
Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Manfred Reichel von KraussMaffei
Berstorff, v.l.n.r.
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