München Stadt/ München Land | 27.10.2009

Linde-Ingenieure bei der Arbeit
85-Mio.-EUR-Investition
ist Teil eines langfristigen Gaseversorgungsvertrags mit Tata
Steel. Abkommen umfasst auch die Übernahme von Tata's Luftzerlegern in
Jamshedpur.
Der
Technologiekonzern The Linde Group wird eine hochmoderne
Luftzerlegungsanlage (LZA) für Tata Steel Ltd., eines der weltweit
größten Stahlunternehmen, an dessen Standort in Jamshedpur, Indien,
errichten. Die On-site-Anlage mit einer Kapazität von 2.550 Tonnen pro
Tag (tpd) wird nach ihrer Inbetriebnahme Anfang 2012 die größte LZA
Indiens und eine der größten Anlagen dieser Art von Linde in Asien
sein. Die Investition für die neue LZA beträgt rund 85 Mio. EUR. Damit
hat Linde in den letzten drei Jahren insgesamt etwa 285 Mio. EUR in
Indien investiert.
Im Rahmen dieses Projekts unterzeichnete Linde mit Tata Steel Ltd.
einen Vertrag zur langfristigen Versorgung mit mehr als 4.000 tpd
gasförmigem Sauerstoff, Stickstoff und Argon. Die neue
Luftzerlegungsanlage wird den steigenden Gasebedarf decken, der aus dem
derzeitigen Ausbau des Stahlwerks von Tata in Jamshedpur im Nordosten
Indiens resultiert. Hierdurch wird sich die Kapazität bei der
Stahlproduktion auf zehn Millionen Tonnen jährlich erhöhen. Als Teil
der Vereinbarung wird Linde auch drei bestehende LZAs erwerben und
betreiben, die Tata Steel bisher selbst zur Versorgung des Stahlwerks
in Jamshedpur betrieben hatte.
"Diese Investition, mit der wir unsere Geschäftsbeziehung mit Tata
weiter ausbauen, ist ein Beispiel für unser starkes Engagement in
Indien", sagte Dr. Aldo Belloni, Mitglied des Vorstands der Linde AG.
"Unsere Konzerngesellschaft BOC India ist dort bereits seit fast 75
Jahren aktiv. Die Bedeutung des indischen Marktes zeigt sich auch in
unseren schnell wachsenden Anlagenbaukapazitäten in Baroda und Kolkata.
Mit unseren umfassenden Engineeringlösungen sind wir in einer guten
Position, um die wachsenden Anforderungen von Stahlherstellern,
Raffinerien und der Petrochemie in Indien zu erfüllen."
"Linde ist eines der weltweit führenden Gase- und
Engineering-Unternehmen und verfügt über eine große Kompetenz und
Erfahrung beim Bau und dem Betrieb von Luftzerlegungsanlagen", sagte H.
M. Nerurkar, Geschäftsführer von Tata Steel Ltd. "Gepaart mit einer
ausgeprägten lokalen Präsenz macht dies Linde zu einem starken Partner
für Tata an unserem bedeutenden Stahlwerk-Standort in Jamshedpur."
Über die Versorgung von Tata Steel mit Luftgasen hinaus wird die neue
Anlage auch Flüssigprodukte zur Deckung des steigenden Bedarfs in
regionalen Märkten in ganz Indien erzeugen. Linde ist der führende
Anbieter von Flüssig- und Flaschengasen für vielfältige
Industriebereiche in Indien. So entsteht derzeit auch eine neue
Luftzerlegungsanlage in der Nähe von Dehradun in Nordindien, die
voraussichtlich ab dem ersten Quartal 2010 Kunden mit Flüssig- und
Flaschengasen beliefern soll. Zudem wird Linde in eine neue LZA in
Maharashtra investieren, die mit einer Kapazität von rund 500 tpd
Flüssiggase die steigende Nachfrage der Industrie im Westteil des
Landes decken soll.
Die Linde Group versorgt Tata Steel gegenwärtig nicht nur in Indien,
sondern auch in Großbritannien und den Niederlanden mit Gasen. In
Indien besteht die Geschäftsbeziehung zu Tata Steel bereits seit über
fünf Jahrzehnten. Linde versorgt das Unternehmen in Jamshedpur derzeit
aus zwei Luftzerlegungsanlagen mit rund 1.500 tpd Sauerstoff,
Stickstoff und Argon.
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