München Stadt/ München Land | 07.09.2010

weltweit effizienteste Gasturbine von Siemens Energy am Kraftwerk Irsching bei Ingolstadt
Siemens investiert
bis Ende 2012 bis zu rund 100 Millionen Euro, um seine Werke grüner zu
machen. Das Unternehmen prüft derzeit rund 300 seiner weltweit
wichtigsten Standorte in puncto Umweltschutz und Energieverbrauch auf
Herz und Nieren. Das Ziel: Eine Verbesserung der Energie- und
CO2-Effizienz um 20 Prozent bis Ende 2011.
Den grünen Check will Siemens
künftig auch seinen Lieferanten anbieten. Diese sollen in den nächsten
zwei Jahren ihre Unternehmen auf Energie- und Umwelteffizienz hin
überprüfen. „Wir wollen das weltweit erste Industrieunternehmen mit
einer durchgehend umweltfreundlichen Lieferkette werden“, sagte Barbara
Kux, Mitglied des Siemens-Vorstands und Chief Sustainability Officer.
Allein bei den 1.000 wichtigsten Lieferanten des Unternehmens lassen
sich voraussichtlich der CO2-Ausstoß pro Jahr um 1,5 Millionen Tonnen
und die Energiekosten um etwa 170 Millionen Euro pro Jahr senken.
Um die Energie- und Umweltbilanz seiner Werke weiter
zu verbessern, nimmt Siemens derzeit seine eigenen Fertigungen unter die
Lupe und nutzt dabei neueste Produkte seines Umweltportfolios. Aber die
Lieferkette beginnt nicht erst am Werkstor – auch bei den Zulieferern
lassen sich deutliche Verbesserungen erreichen.
Mit rund 1.000
Lieferanten arbeitet Siemens besonders eng zusammen. Sie wurden
ausgewählt wegen ihres hohen Einkaufsvolumens und besonders
energieintensiver Produktionsprozesse mit einem Energiekostenanteil von
bis zu 45 Prozent. Sie sind daher besonders wichtig, um den
Energieverbrauch in der gesamten Lieferkette von Siemens nachhaltig zu
senken. Die 80 größten Zulieferer unter ihnen sollen einen etwa
einwöchigen Umwelt- und Energiecheck durch Siemens-Experten durchführen.
Weitere circa 80 Lieferanten durchlaufen eine bis zu dreitägige Prüfung
mit Hilfestellung von Siemens-Fachleuten.
Mehr als 800 Anbieter sollen
sie in Eigenregie und web-basiert machen. Die übrigen Lieferanten können
demnächst online einen reduzierten Umweltcheck für Ihr Unternehmen
durchführen. Zwölf Lieferanten wurden bereits geprüft; die meisten von
ihnen haben energieintensive Produktionen. Bei allen ergaben sich
Möglichkeiten, die Kosten zu senken. Je nach Größe der
Produktionsstättelagen potentielle Einsparungen beim Energie- und
Ressourcenverbrauch bei durchschnittlich fast 15 Prozent.
Foto: Technologien von Siemens gehören gleich zweimal zu den Gewinnern des
erstmals vergebenen Innovationspreises für Klima und Umwelt des
Bundesumweltministeriums und des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Die weltweit
effizienteste Gasturbine von Siemens Energy am Kraftwerk Irsching bei Ingolstadt erhielt die Auszeichnung in
der Kategorie „Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen“.
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