München Stadt/ München Land | 05.05.2010
Das Handwerk scheint
bei Bayerns Jugendlichen „in“ zu sein: 5163 neue Lehrverträge konnten
die sechs bayerischen Handwerkskammern bis Ende April 2010
registrieren. Das waren 583 bzw. 12,7 Prozent mehr als zum
Vorjahreszeitpunkt.
„Zum
jetzigen Zeitpunkt kann noch keine endgültige Prognose abgegeben
werden, aber eine positive Tendenz lässt sich durchaus ablesen“,
erklärte der Präsident des Bayerischen Handwerkstages (BHT), Heinrich
Traublinger.
Traublinger: „Diese Zahlen lassen uns hoffen, weil wir im vergangenen
Jahr immerhin 8.100 und damit 22 Prozent der angebotenen
Ausbildungsplätze in Bayern nicht besetzen konnten.“ So ergab
beispielsweise eine aktuelle Online-Umfrage der Handwerkskammer für
München und Oberbayern, dass lediglich 58 Prozent der Betriebe
ausreichend viele Bewerbungen auf ihre Lehrstellenangebote bekamen. Die
übrigen 42 Prozent hatten zu wenige Bewerber.
Wie die Umfrage weiter
zeigte, stellt neben der Anzahl auch die mangelnde Ausbildungsfähigkeit
der Schulabgänger ein Problem dar. Nur 34 Prozent waren mit der Eignung
der Jugendlichen zufrieden, d. h. zwei Drittel der Betriebsinhaber
waren dies nicht. Traublinger: „Wenn es ein Lehrstellenproblem gibt,
dann betrifft das nicht die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze,
sondern die Qualifikation so mancher Lehrstellenbewerber.“
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