München Stadt/ München Land | 07.06.2010

Energiespar-Weltmeister Siemens blueTherm (Foto: obs)
Die BSH Bosch und
Siemens Hausgeräte GmbH hat 2009 in einem
schwierigen wirtschaftlichen Umfeld Stärke bewiesen und konnte ihre
Marktposition in vielen Regionen ausbauen.
Auf der
Bilanzpressekonferenz in München unterstrich Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet,
Vorsitzender der Geschäftsführung der BSH, dass das Unternehmen dabei
insbesondere von seinem umfassenden Portfolio an energieeffizienten und
ressourcenschonenden Hausgeräten profitierte.
So verkaufte die
BSH 2009 in Europa dreimal so viele supereffiziente Hausgeräte wie im
Vorjahr und erzielt mit diesen inzwischen rund ein Fünftel ihres
Umsatzes. Die BSH hatte den Trend bereits frühzeitig erkannt und gilt
darum heute weltweit als Vorreiter bei der Entwicklung und Herstellung
energieeffizienter Hausgeräte. Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
erzielte 2009 einen Konzernumsatz von 8,405 Milliarden Euro. Das waren
rund 4,0 Prozent weniger als im Vorjahr (8,76 Milliarden Euro).
Währungsbereinigt lag der Rückgang lediglich bei 1,4 Prozent.
Durch
Produktivitätssteigerung und ein erfolgreiches Asset-Management konnten
die Herstellungskosten deutlich gesenkt werden, so dass das EBIT um 12
Millionen Euro auf 534 Millionen Euro (2008: 522 Millionen Euro)
gesteigert wurde und der Ertrag vor Steuern mit 517 Millionen Euro sogar
leicht über dem Vorjahresergebnis lag (2008: 510 Millionen Euro).
"Wir
haben das turbulente Jahr 2009 deutlich besser gemeistert als wir das
noch vor zwölf Monaten erwartet hatten" sagte Dr. Kurt-Ludwig Gutberlet
auf der Bilanzpressekonferenz des Unternehmens. "Ausgezahlt haben sich
dabei unsere auf Langfristigkeit und Nachhaltigkeit ausgelegte
Unternehmensstrategie, unsere innovativen Produkte mit klarem
Kundennutzen sowie die Tatsache, dass wir frühzeitig und weltweit auf
ein besonders energiesparendes Geräteportfolio setzten." Der Trend zu
energieeffizienten Hausgeräten hat sich im Berichtsjahr zum Megatrend
entwickelt. Das Unternehmen hat mit seinem umfassenden Angebot
überproportional von der gesteigerten Nachfrage der Verbraucher
partizipiert und seine führende Rolle in diesem Wachstumsfeld bestätigt.
Solide Entwicklung im deutschen Markt
Der deutsche Markt
hat sich 2009 als besonders krisenresistent erwiesen und ist entgegen
dem gesamteuropäischen Trend sogar gewachsen. In ihrem Heimatmarkt
konnte die BSH ihren Umsatz um 4,4 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro
steigern und profitierte dabei insbesondere von der starken Nachfrage
nach energieeffizienten Hausgeräten. Als "Energiesparweltmeister"
setzten sich hier besonders der Wärmepumpentrockner und der
Geschirrspüler mit Zeolith®-Trocknungssystem vom Wettbewerb ab. Erneut
gut entwickelt hat sich auch das Geschäft mit Haushaltskleingeräten
inklusive Staubsauger. Ein sehr dynamisches Wachstum konnte bei
hochwertigen Kaffeemaschinen, wie den Espresso-Vollautomaten oder
Kapselsystemen wie Tassimo erzielt werden. Der Kleingeräte-Umsatz in
Deutschland konnte demzufolge um 9 Prozent gesteigert werden.
Kernmannschaft
gehalten - Innovationskraft gestärkt
Die BSH ist 2009 in
Deutschland ohne Kurzarbeit ausgekommen und konnte die Zahl ihrer
Mitarbeiter mit knapp 14.000 stabil halten. Weltweit beschäftigte das
Unternehmen nahezu 40.000 Mitarbeiter. Weit über den eigenen Bedarf
hinaus wurde 450 jungen Menschen im Unternehmen eine Berufsausbildung
ermöglicht.
Auch für die Zukunft setzt der Konzern auf den
Standort Deutschland, wo er 2009 rund ein Drittel seiner
Gesamtinvestitionen tätigte und an sieben Fabrikstandorten fast 10
Millionen Hausgeräte produzierte. Weit mehr als die Hälfte der weltweit
fast 2.300 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung arbeiten in
den deutschen Entwicklungszentren. Im Rahmen der Pressekonferenz
bestätigte Gutberlet außerdem den Neubau eines Forschungs- und
Entwicklungszentrums für Wäschepflege in Berlin mit rund 550
Mitarbeitern.
International gut aufgestellt
International
profitierte die BSH 2009 besonders von ihrem frühen Engagement in Asien
mit Schwerpunkt China, wo inzwischen Hausgeräte in sechs Fabriken an
drei Standorten produziert werden. Allein in China stieg der Umsatz 2009
gegenüber dem Vorjahr um fast 26 Prozent. Die BSH ist heute der
erfolgreichste ausländische Hersteller von Hausgeräten in China und
liegt dort auf Platz 2. Auch in Hongkong, Thailand, Singapur und
Malaysia lag der Zuwachs teilweise deutlich im zweistelligen Bereich.
Damit kompensierte das erfolgreiche Asiengeschäft im Jahr 2009
weitgehend die stagnierenden bis rückläufigen Marktentwicklungen in
anderen Regionen.
In Nordamerika ging der Umsatz der BSH
angesichts der dort nach wie vor erheblichen Auswirkungen der Finanz-
und Immobilienkrise auf Eurobasis um rund 11 Prozent zurück.
Auch
in Westeuropa einschließlich Türkei sank der Umsatz der BSH um rund 6
Prozent und in Osteuropa um etwas mehr als 12 Prozent. Dennoch
entwickelte sich das Unternehmen in fast allen Ländern besser als der
Markt und konnte seine Marktposition verbessern. In Gesamteuropa
inklusive Türkei stieg der Marktanteil der BSH 2009 bei Großgeräten um
fast 1 Prozent wertbasiert auf 25,5 Prozent. Damit ist und bleibt die
BSH klarer europäischer Marktführer bei Hausgeräten.
Wegweisende
Innovationen und supereffiziente Hausgeräte als Wachstumshebel für die
Zukunft
Die BSH hat im Jahr 2009 ihre Ausgaben für Forschung und
Entwicklung noch einmal um 1,5 Prozent auf 267 Millionen Euro
gesteigert. Das sind mehr als 3 Prozent des Konzernumsatzes.
Im
vergangenen Jahr gehörte das Unternehmen mit rund 700
Erst-Patentanmeldungen zu den zehn aktivsten Patentanmeldern
Deutschlands und liegt damit in diesem Bereich auf Platz 1 unter den
Herstellern von Weißer Ware.
Besonders bei supereffizienten
Hausgeräten - d.h. der Kategorie von Kühl- und Gefriergeräten,
Waschmaschinen, Wäschetrocknern und Geschirrspülern, die deutlich
sparsamer sind als die der Energieeffizienzklasse A - verfügt die BSH
bereits heute über ein umfangreiches Angebot und einen sicheren
Technologievorsprung. Zahlreiche Produkte halten Weltrekorde beim
Verbrauch und setzten somit Maßstäbe in der Branche. Im vergangenen Jahr
konnte die BSH den Absatz ihrer supereffizienten Hausgeräte im
Vergleich zu 2008 verdreifachen. Damit haben diese supereffizienten
Geräte einen Anteil von rund 15 Prozent am Gesamtabsatz der BSH und
machen bereits fast ein Fünftel des Gesamtumsatzes aus. Der Konzern hat
damit beste Chancen, auch künftig am Megatrend "Energieeffizienz" zu
partizipieren und seine Marktposition in diesem Segment weiter
auszubauen.
Guter Start ins Geschäftsjahr 2010
Für 2010
erwartet die BSH eine weltweite Stabilisierung des Marktes für
Hausgeräte. Wichtige europäische Märkte wie Spanien, Großbritannien und
die Türkei erholen sich. In den USA will sich das Unternehmen die
steigende höhere Nachfrage nach sparsamen Hausgeräten zunutze machen.
Und in Osteuropa und Asien ist die BSH stark im Markt positioniert und
kann von dem dort erwarteten Wachstum profitieren. Im Rahmen der
Bilanzpressekonferenz betonte Gutberlet: "Mit einem über zehnprozentigen
Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr sind wir sehr gut ins Jahr 2010
gestartet. Insgesamt gehen wir deshalb davon aus, dass wir 2010 unseren
Umsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich steigern werden."
Foto: Erneuter Rekord: Energiespar-Weltmeister Siemens blueTherm spart beim
Wäschetrocknen jetzt noch mehr Strom. Quelle: obs/BSH Bosch und Siemens Hausgerätezurück drucken versenden verlinkenArtikel verlinken
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