Der Krise getrotzt

Umsätze bayerischer Unternehmen stiegen 2008 um 2,8 Prozent

München Stadt/ München Land | 03.03.2010

Im Jahr 2008 gab es in Bayern über 575 000 umsatzsteuerpflichtige Unternehmen. Dies waren nach den Ergebnissen der Umsatzsteuerstatistik 1,9 Prozent mehr als im Jahr davor. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erzielten die Unternehmen einen steuerbaren Umsatz aus Lieferungen und Leistungen von über 880 Milliarden Euro, was - trotz aufkeimender Wirtschaftskrise - einem weiteren Umsatzwachstum gegenüber 2007 entspricht.

Mit einem Plus von 2,8 Prozent fiel dieses aber geringer als in den Vorjahren aus. Deutlich mehr Steuerpflichtige gab es auch 2008 wieder im Bereich Elektrizitätserzeugung: Deren Zahl erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 33 Prozent auf 7 705 Unternehmen.

Trotz aufkeimender Wirtschaftskrise gab es auch im Jahr 2008 wieder mehr  umsatzsteuerpflichtige Unternehmen in Bayern. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung aufgrund der Ergebnisse der Umsatzsteuerstatistik mitteilt, stieg deren Zahl gegenüber 2007 um 1,9 Prozent auf über 575 000 Unternehmen. Die von diesen Unternehmen angemeldeten steuerbaren Umsätze aus Lieferungen und übertrafen mit mehr als 880 Milliarden Euro um 2,8 Prozent noch das Ergebnis des Jahres 2007. Der aktuelle Anstieg fiel allerdings geringer aus als in den Jahren 2005 bis 2007, in denen sich die Umsätze im Vorjahresvergleich zwischen 5,5 und 6,9 Prozent erhöht hatten. Der durchschnittliche Umsatz je Unternehmen betrug 1,53 Millionen Euro (+ 0,8 Prozent). Die Einnahmen des Fiskus aus den abgeführten Umsatzsteuer-Vorauszahlungen stiegen 2008 um 2,6 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro.

Sehr dynamisch zeigte sich in den vergangenen Jahren der Wirtschaftsabschnitt Energie- und Wasserversorgung. Waren 2003 noch 0,6 Prozent aller bayerischen Unternehmen in dieser Branche tätig, lag deren Anzahl 2008 schon bei 1,7 Prozent. Im selben Zeitraum stieg ihr Anteil an den steuerbaren Umsätzen aus Lieferungen und Leistungen von 2,3 Prozent auf 3,4 Prozent. Eine besonders hohe Steigerung gab es bei den Unternehmen der Elektrizitätserzeugung: Im Jahr 2008 gab es mit 7 705 Unternehmen (+ 32,8 Prozent zum Vorjahr) sieben Mal so viele wie noch im Jahr 2003 (1 115 Unternehmen). Die Umsätze aus Lieferungen und Leistungen in diesem Bereich stiegen ebenfalls, wenngleich deutlich verhaltener. Diese Entwicklung dürfte sich vor allem auf die zunehmende Nutzung regenerativer Energieträger zurückführen lassen.

Die Umsatzsteuerstatistik weist alle Unternehmen mit Hauptsitz in Bayern nach, die einen Jahresumsatz von mindestens 17 500 Euro erzielten und monatlich oder vierteljährlich UmsatzsteuerVoranmeldungen abzugeben hatten. Grundlage bilden die jährlich von der bayerischen Finanzverwaltung übermittelten Daten aus den Voranmeldungen der  Umsatzsteuerpflichtigen.

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