München Stadt/ München Land | 02.12.2009

Karsten Wettberg (Foto: 1860 München)
Karsten Wettberg, ehemaliger Löwentrainer und
Vizepräsident, wird die Münchner Löwen mit Wirkung vom 1. Dezember
als Berater in Sachen Scouting verstärken.
"Seitdem ich Sportdirektor bin, habe ich immer wieder und immer
häufiger Karsten Wettberg bei der Beurteilung von Spielern zu Rate
gezogen," erklärt Sportdirektor Miki Stevic. "Jetzt haben Karsten
Wettberg und ich vereinbart, dass wir die Zusammenarbeit auf eine
professionelle Basis stellen und Karsten Wettberg in unser
Scouting-Team integriert wird."
Den 68-Jährigen zeichne nicht nur ein "untrügliches Fußballauge" aus,
sondern vor allen Dingen die Tatsache, dass er voll und ganz in der
Löwentradition stehe und wisse, "wie die Löwen ticken und wie neue
Spieler ticken müssen, damit sie Löwen werden". Der
Arbeitsschwerpunkt von Wettberg werde besonders in den bayerischen
Regionen liegen, in denen er speziell Nachwuchstalente im Auge haben
soll. Von der Mitarbeit im Scouting bleibe jedoch Wettbergs Tätigkeit
als Trainer beim Bayernligisten SV Seligenporten unberührt.
"Ich schätze die sportliche und die menschliche Qualität von Miki
Stevic sehr und habe ihn deswegen sehr gerne hin und wieder beraten",
erklärte Karten Wettberg. "Der Wunsch nach einer Intensivierung der
Zusammenarbeit ist für mich nicht nur eine Freude, sondern auch eine
Ehre." Allerdings habe er erst einige Tage überlegt, ob er das
Angebot annehmen wolle und könne. Denn die professionelle
Zusammenarbeit im sportlichen Bereich ist mit der ehrenamtlichen
Funktion des Aufsichtsrates unvereinbar.
Wettberg dazu: "Die
Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen. Am Ende bin ich aber doch
zu der Überzeugung gekommen, dass ich für die sportliche Entwicklung
der Löwen im Scouting mehr tun kann als in den sporadischen Sitzungen
des Aufsichtsrates, in denen es natürlich vorrangig um
wirtschaftliche Belange geht."
Deswegen habe er sich entschieden, sein Aufsichtsratsmandat an das
Präsidium zurückzugeben. "Es war eine spannende Zeit im Aufsichtsrat,
die nicht immer einfach war. Beim Präsidium und auch bei den
Mitgliedern des Aufsichtsrates bedanke ich mich für die
vertrauensvolle Zusammenarbeit."
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