Wachstumszahlen für das Jahr 2009

Zeil: „Bayern gut gerüstet für neues Wachstum“

München Stadt/ München Land | 30.03.2010

Die gesamtwirtschaftliche Leistung gemessen am Bruttoinlandsprodukt nahm 2009 in Bayern ebenso wie im Bundesdurchschnitt real um 5 Prozent ab. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil zu den aktuellen Ergebnissen des Arbeitskreises Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung der Länder: „Die Exportstärke des Freistaats vor allem bei hochinnovativen Industriegütern hat Bayern jahrelang hohe Wachstumsraten beschert."

Zeil sagte weiter, es sei deshalb nicht überraschend, dass die weltweite Wirtschafts- und Finanzmarktkrise den Freistaat besonders hart getroffen habe. In anderen Ländern mit ausgeprägten industriellen Standbeinen fiel der Einbruch zum Teil noch wesentlich dramatischer aus, in Nordrhein-Westfalen um - 5,8 Prozent, in Baden-Württemberg um - 7,4 Prozent und im Saarland um - 7,9 Prozent.

Wirtschaftsminister Zeil sieht trotz dieser Entwicklung keinen Anlass, das erfolgreiche bayerische Wirtschaftsmodell in Frage zu stellen. „Bayern bleibt Industrieland. Bayern bleibt Exportland. Wir haben die Angebote, die die globalen Megatrends verlangen und die auf den Wachstumsmärkten der Welt ankommen. Unsere hochinnovative Industrie und unsere Absatzerfolge auf den globalen Zukunftsmärkten werden auch in den kommenden Jahren entscheidend zu mehr Wachstum und Wohlstand im Freistaat beitragen“, betont Zeil. Er wolle die Erschließung stark wachsender Auslandsmärkte weiter forcieren, Investitionen im Inland nachhaltig steigern, die Innovationskraft der bayerischen Wirtschaft weiter erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit vor allem der kleinen und mittelständischen Betriebe nach Kräften stärken. „Ich bin überzeugt, dass Bayern mit dieser Strategie gut gerüstet ist für neues Wachstum. Mit dieser Linie werden wir in den kommenden Jahren erneut überdurchschnittlich stark vom Anziehen der Weltwirtschaft profitieren“, so Zeil.

In jeweiligen Preisen sank das Bruttoinlandsprodukt von 444,8 Milliarden Euro im Jahr 2008 auf 429,9 Milliarden Euro in 2009. Pro Einwohner wurden 34 397 Euro (Bundesdurchschnitt: 29 406 Euro), je Erwerbstätigen 64 650 Euro (Bund 59 784 Euro) erwirtschaftet. Damit liegt Bayern gemessen am pro-Kopf Einkommen nach wie vor knapp hinter Hessen mit 35 721 Euro auf dem zweiten Platz der deutschen Flächenländer. Nur ein „kleiner Trost“ sei es laut Zeil, dass die Einbrüche in der bayerischen Industrie nicht ganz so stark ausgefallen sind, wie im Bundesdurchschnitt und vielen anderen Ländern. So lag die Bruttowertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe des Freistaats im vergangenen Jahr 17,4 Prozent unter Vorjahresniveau. Im Bundesdurchschnitt lag sie 18,2 Prozent niedriger als der Wert im letzen Jahr. Noch höher waren die Einbußen im Saarland (- 25,3 Prozent), in Baden-Württemberg (- 22,2 Prozent), Nordrhein-Westfalen (- 19,9 Pro-zent), Rheinland-Pfalz (- 19,0 Prozent), Niedersachsen (- 18,1 Prozent) und Sachsen (- 18,0 Prozent).
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