München Stadt/ München Land | 04.03.2010

Wirtschaftsminister Zeil mit Ungarns Wirtschaftsminister Varga
Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil eröffnet heute das
‚Wirtschaftsforum Ungarn’ und trifft seinen ungarischen Amtskollegen
István Varga. Zeil: „Ungarn und Bayern sind traditionell wichtige
Wirtschaftspartner. Die Länder sind eng miteinander verflochten. Das
verdeutlichen auch die weit über 2 300 bayerischen Unternehmen mit
Geschäftsbeziehungen nach Ungarn. Dazu zählen Konzerne wie Audi, aber
auch zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen. Es ist mir ein
großes Anliegen, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten die
Kontakte nach Ungarn weiter zu pflegen und zu vertiefen.“
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Ausbau von Kooperationsprojekten zur Unterstützung bayerischer und ungarischer Unternehmer, Zeils geplante Delegationsreise nach Budapest Mitte April sowie die ungarische EU-Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2011. Auf dem ‚Wirtschaftsforum Ungarn’ diskutiert Varga mit bayerischen Unternehmern über die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise für die ungarische Wirtschaft sowie Maßnahmen zu deren Bewältigung.
„Deutschland ist mit Abstand Ungarns wichtigster Handelspartner. Bayern spielt dabei eine herausragende Rolle. Der Freistaat trägt rund ein Viertel am deutsch-ungarischen Handelsvolumen. Umgekehrt fließen mit rund 40 Millionen Euro fast 60 Prozent der ungarischen Investitionen in Deutschland nach Bayern. Hier zeigt sich aber auch noch viel Potential für die Zukunft“, so Zeil. Das ungarisch-bayerische Handelsvolumen hat sich seit dem Fall des Eisernen Vorhangs bis zum Jahr 2008 mehr als verzehnfacht. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat jedoch auch im Handel zwischen Ungarn und Bayern Spuren hinterlassen.
Die Importe aus Ungarn brachen um 20 Prozent, die Exporte nach Ungarn sogar um 60 Prozent ein. „Die aktuelle Konjunkturentwicklung gibt Anlass zu verhaltenem Optimismus. Die Talsohle im globalen Handel ist durchschritten. Das bayerische Repräsentanzbüro in Budapest unterstützt diese Entwicklung tatkräftig, so dass sowohl Ungarn als auch Bayern vom nächsten Aufschwung profitieren können,“ so Zeil abschließend.
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