Energiewandel für Gebäude

Bewohnerbeitrag zur Energiewende

Pfaffenhofen - Neuburg | 16.12.2011

(v. l.) Energieberater Günter Dietrich, Reinhard Liedl, Andreas Fischer, Hans Seitz und Landrat Martin Wolf
(v. l.) Energieberater Günter Dietrich, Reinhard Liedl, Andreas Fischer, Hans Seitz und Landrat Martin Wolf

Beim Bewohnen eines Gebäudes benötigen wir oft mehr Energie, als der Umwelt und unserem Geldbeutel gut tun. Durch verschiedene direkte Einsparmaßnahmen wie beispielsweise Heizwärmereduzierung, sorgsamer Umgang mit Warmwasser und besonders energiesparender Beleuchtung, z.B. mittels LED-Leuchten, lassen sich viele kleine Schritte machen.

„Die Einsparsumme kommt uns allen zu Gute. Wie so oft sind es kleine Dinge, die bei einer einfachen Veränderung einen großen Erfolg erzielen“, so Hans Seitz, zertifizierter Energieberater für den Landkreis Pfaffenhofen. Jedoch können, an falscher Stelle gespart, schnell Probleme auftreten: Heizwärme verhindert die Schimmelbildung, welche bei zu geringer Raumtemperatur begünstigt wird, da kalte Luft nicht so viel Feuchtigkeit aufnehmen kann. Gleichzeitig kühlen die ohnehin kritischen Kälte- und Wärmebrücken noch stärker aus, die Wohnungsluft legt beim Abkühlen einen Teil der Feuchtigkeit z.B. an Außenecken oder Tür- und Fensterscheiben ab.

Dem kann jedoch mittels „energiesparendem Lüften“ abgeholfen werden. Hans Seitz: „Während der Heizperiode muss vor und nach jeder Mahlzeit, mindestens jedoch in der Früh und am Abend, die feuchte Luft bei komplett geöffneten Fenstern für jeweils fünf Minuten gegen Frischluft ausgetauscht werden.“ Anschließend wird die Raumluft wieder erwärmt (auch Schlafräume), wodurch die allgemeine Luftfeuchtigkeit spürbar reduziert wird. Hierbei wird weniger Energie zum Warmhalten der Luft benötigt als beim oft gut gemeintem Nichtlüften, das zu hoher Luftfeuchtigkeit im Raum führt und mehr Energie verbraucht, als erforderlich wäre. So kann bei gleichzeitig hoher Luftqualität und Reduzierung der Schimmelgefahr eine hohe Energieeinsparung erreicht werden. Aber nicht nur im Winter kann Energie eingespart werden. Auch im Sommer können außen liegende Sonnenschutzvorrichtungen unnötigen Kühlbedarf für Räume vermeiden.

Energie sparen im Haushalt

„Beim Kauf von neuen Haushaltsgeräten lohnt es sich, neben den Anschaffungskosten auch den Energieverbrauch der nächsten zehn bis zwanzig Jahre mit zu berücksichtigen und erst dann zu entscheiden, ob das billigere Gerät auch dauerhaft die preiswerte Alternative ist“, so Hans Seitz weiter. In Bad und Küche lässt sich ebenfalls viel Energie einsparen: Häufig wird der Einhebelmischer auf der Mittelstellung belassen, sodass immer auch Warmwasser transportiert wird, obwohl möglicherweise kein Bedarf besteht. Auch hier ist der bewusste Umgang nur eine Frage der Gewohnheit.

Zu diesen Themen und noch vielen mehr finden die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Unterstützung in der Energiesprechstunde des Landratsamtes Pfaffenhofen. Informationen und Terminvereinbarungen erhalten Sie bei Harald Wunder unter Telefon 08441 27-211.

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