Pfaffenhofen - Neuburg | 15.11.2009

Bauer Maschinen produziert auch in Fernost.
Gesamtkonzernleistung nimmt um
15,0 Prozent auf 944,5 Millionen Euro ab Positives Nachsteuerergebnis
von 30,0 Millionen Euro, 55,8 Prozent unter dem Vorjahr Prof. Bauer
sieht Tiefpunkt der Wirtschaftskrise erreicht und erwartet
Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Prognose
für 2009 bestätigt: Gesamtkonzernleistung von knapp 1,3 Milliarden Euro
und Nachsteuerergebnis von etwa einem Drittel des Vorjahres erwartet.
Die
Wirtschaftskrise hat in den ersten drei Quartalen des laufenden
Geschäftsjahres deutliche Spuren bei Leistung und Ergebnis hinterlassen. Nach neun Monaten belief sich die Gesamtkonzernleistung auf 944,5
Millionen Euro und lag damit um 15,0 Prozent unter dem Vorjahreswert.
Das operative Vorsteuerergebnis (EBIT) betrug 60,0 Millionen Euro (Vj.
108,4 Millionen Euro). Entsprechend reduzierte sich das
Nachsteuerergebnis nach drei Quartalen um 37,8 Millionen Euro bzw. 55,8
Prozent auf 30,0 Millionen Euro. Der Auftragsbestand der
Unternehmensgruppe lag zum 30. September bei 543,0 Millionen Euro und
blieb damit um 28,3 Prozent hinter dem Vorjahreszeitpunkt zurück.
Weltweit beschäftigte die BAUER Gruppe von Januar bis September
durchschnittlich 8.685 Mitarbeiter (Vj. 8.103 Mitarbeiter).
Der strategische Fokus auf die drei Geschäftsbereiche Bau, Maschinen
und Resources sowie die globale Präsenz erweisen sich in der aktuellen
Marktlage als Vorteil. Das Geschäftssegment Bau wirkt innerhalb des Gesamtkonzerns
stabilisierend und trotzt der Wirtschaftskrise relativ erfolgreich.
Schwierige Märkte in Osteuropa und im Nahen Osten können in den USA, in
Kanada, Hongkong und Westeuropa mit Bauprojekten, die auch durch
Konjunkturprogramme angeschoben werden, recht gut kompensiert werden.
Nach einem Boom-Jahr mit einer außerordentlich hohen Anzahl an
Großprojekten ist der Rückgang der Leistung um 19,6 Prozent auf 418,2
Millionen Euro vor allem auf normale Schwankungen des Baugeschäfts
zurückzuführen. Das operative Segmentergebnis (EBIT) lag mit 20,5
Millionen Euro um 30,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau (Vj. 29,3
Millionen Euro). Der Auftragsbestand ging gegenüber dem Vorjahr zwar um
21,5 Prozent auf 349,5 Millionen Euro (Vj. 445,4 Millionen Euro)
zurück, zeigt sich aber im Jahresverlauf annähernd konstant.
Im Segment Maschinen zeigten sich im dritten Quartal die von der
Wirtschaftskrise hervorgerufenen Absatzprobleme. Die
Gesamtkonzernleistung in diesem Geschäftsfeld betrug in den ersten neun
Monaten 472,2 Millionen Euro, was einem Rückgang von 17,1 Prozent
entspricht. Der Auftragsbestand schmolz dort um 58,6 Prozent auf 114,3
Millionen Euro (Vj. 276,3 Millionen Euro) ab und pendelte sich bei
einer Reichweite von ungefähr zwei Monaten ein. Kleinere Standardgeräte
werden derzeit kaum nachgefragt, die Bestellungen der vergangenen
Monate betrafen im Wesentlichen größere Spezialgeräte, bei denen Bauer
von Marktvorteilen profitiert. Das operative Segmentergebnis (EBIT)
betrug 38,7 Millionen Euro (Vj. 79,6 Millionen Euro) und unterschritt
den Wert des Vorjahreszeitraums um 51,4 Prozent − eine Entwicklung, die
sich im vierten Quartal fortsetzen wird.
Die Strategie der BAUER Gruppe, mit dem Segment Resources ein
zukunftsträchtiges Standbein zu etablieren, geht auf. In den ersten
neun Monaten legte die Gesamtkonzernleistung des noch jungen
Geschäftsbereichs um mehr als ein Drittel auf 117,3 Millionen Euro (Vj.
87,2 Millionen Euro) kräftig zu. Neben einem Großprojekt im Oman trugen
dazu die Belebung des Miningbereichs bei, sowie neue Aufträge im
Bereich Brunnenbohrmaterialien. Auch die Integration der neu erworbenen
SITE Group in Jordanien entwickelt sich positiv. Mit einem operativen
Ergebnis (EBIT) von 2,8 Millionen Euro (Vj. 1,2 Millionen Euro)
verbesserte sich der Ergebnisbeitrag im Konzern deutlich.
Nach dem dramatischen Einbruch seit Ende des vergangenen Jahres
sieht der Vorstandsvorsitzende Prof. Thomas Bauer nunmehr den Tiefpunkt
der Wirtschaftskrise erreicht: „Insgesamt sind wir verhalten
optimistisch, dass sich die weitere Entwicklung auf deutlich
niedrigerem Niveau zu stabilisieren beginnt.“ Durch wirksame Maßnahmen
wie den Abbau der Leiharbeitskräfte, die Einführung von Kurzarbeit in
nahezu allen Werken und nicht zuletzt durch die Effizienzsteigerung der
neuen Produktionsanlagen sieht er die BAUER Gruppe in eine gute
Richtung gelenkt. „Resources hat zwar noch nicht die nötige Größe, um
die konjunkturellen Rückgänge der anderen Segmente ausgleichen zu
können, wächst aber gegen den Trend. Gute Chancen rechnen wir uns im
Baugeschäft bei einer Reihe großer Projekte aus, bei denen wir uns in
der Angebotsphase befinden. Im Maschinengeschäft erwarte ich im
kommenden Jahr positive Impulse von der Vermarktung der im Test
befindlichen Tiefbohranlagen.“
Die BAUER AG bestätigt ihre Prognose und geht von einer
Gesamtkonzernleistung von knapp 1,3 Milliarden Euro (Vj. 1,5 Milliarden
Euro) aus. Das Ergebnis nach Steuern wird nach aktuellen Berechnungen
auf etwa ein Drittel des Vorjahres (damals 107,5 Millionen Euro) sinken.
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