Pfaffenhofen - Neuburg | 21.12.2011

(von links) Thorsten Ilg, Nikolaus Ostermeier, Martin Wolf und Jörg Raab, Foto: LRA PAF
Im Rahmen der feierlichen Spendenübergabe an den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in der Max-Immelmann-Kaserne Oberstimm anlässlich der Straßen- und Haussammlung 2011 erhielten alle Bürgermeister aus dem Sammelgebiet von Landrat Martin Wolf die zu Ehren des ersten Bundespräsidenten und Nachkriegs-Mitbegründers der Kriegsgräberfürsorge geprägte Theodor-Heuss-Medaille überreicht.
Für die Stadt Pfaffenhofen nahm Nikolaus Ostermeier, seit über 55 Jahren Mitglied, Sammler, Spender, Förderer und ehrenamtlicher Mitarbeiter des Volksbundes für den Landkreis Pfaffenhofen, die Medaille entgegen. „Dem unermüdlichen Einsatz von Nikolaus Ostermeier ist es zu verdanken, dass auch unsere nachkommenden Generationen unsere Gefallenen und Vermissten nicht vergessen und die hohe Spendenbereitschaft für die Pflege der Kriegsgräber bei uns nach wie vor sehr hoch ist“, so Landrat Martin Wolf.
Gleichzeitig sprach Nikolaus Ostermeier seinen Dank aus: „Vergelt’s Gott allen Spenderinnen und Spendern für das wieder sehr gute Ergebnis bei der Kriegsgräbersammlung 2011. Allein in den Pfaffenhofener Ortsteilen Gundamsried, Kleinreichertshofen und Eja ist ein Betrag von 580 Euro zusammengekommen. Sie haben die Gedenk- und Friedensarbeit des Volksbunds großzügig unterstützt.“
Das Gedächtnis der Generationen
Die Gräber der gefallenen und vermissten Soldaten und die Stätten des Gedenkens an die Opfer der Gewaltherrschaft seien Lernorte der Menschlichkeit, um die Erinnerung lebendig zu halten. Auch für die junge Generation sei es wichtig, das Totengedenken auf den Soldatenfriedhöfen und an den Kriegerdenkmälern nach so vielen Jahren nicht als „Pflichtübung“ anzusehen. Ostermeier: „Solange wir uns der Toten erinnern, sind sie nicht ausgelöscht. Tot ist nur, wer vergessen ist.“
Bei der Sammlung des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge e.V. sind im Herbst 2011 im Landkreis Pfaffenhofen a.d.Ilm 37.880 Euro gesammelt worden – und damit knapp 4.000 Euro mehr als im Vorjahr.

Landrat Martin Wolf ist neuer Vorsitzender des Kreisverbands des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. [zum Artikel »]
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