Ausstellung im Hopfenmuseum

Vom Dali-Zentrum zum Forum für Christo

Pfaffenhofen - Neuburg | 04.05.2010

Arbeit von Christo (Abbildung: Medienhaus Kastner)
Arbeit von Christo (Abbildung: Medienhaus Kastner)

Seit 1. Mai stellt „Christo“ Javacheff in Wolnzach aus. Auch wenn der bulgarische Weltkünstler nach dem Tode seiner französischen Frau Jeanne-Claude im letzten Jahr sich aus der Kunst gerade zurückzieht und deshalb nicht aus New York anreisen wird, so steht diese Schau des Gesamtwerks des Ehepaars im Rang der ersten großen Memorial-Ausstellung in Deutschland.

Von den frühen Werken ab 1958 bis zum geplanten Großprojekt Arkansas River zeigt sie die Veränderung der Techniken, den Wandel vom Verpackungs- zum Verhüllungskünstler. Auch die Glyptothek Münchens ist unter den Werken. Das von seinem Agenten Dr. Fils zur Verfügung gestellte Material würde ausreichen, den Ausstellungsraum im Deutschen Hopfenmuseum zweifach zu füllen. Den Kontakt fädelte wieder einmal der Münchner Galerist Emil Ruf ein, der früher in seinen Räumen am Oberanger auch schon Christo zeigte.

Damals lief das letzte große Christo-Projekt „The Gates“ und Ruf war Christos Verkaufsplatz in Süddeutschland. Zur Vernissage am 30.04. hatd er 80-jährige auch über seine Erlebnisse mit Christo berichtet. Und er erklärte, wie Christo all diese über 25-Mio-Euro teuren Aktionen selbst finanzierte – mit seinen Werken. Wolnzach alias das Medienhaus Kastner hat nun die Rolle der Ruf-Galerie übernommen.

Bei Christo bestanden alle Aktionen nur für zwei Wochen. Das wird auch für die Memorial-Ausstellung „Christo und Jeanne-Claude – ein Gesamtkunstwerk“ gelten. Am 13.  Mai wird im Deutschen Hopfenmuseum Christo dem Wolnzacher Kunst- und Hobbykreis Platz machen für seine Jahresausstellung. Die Christo-Kunst-Aktionen wären ohne den Zeitgeist der 60er Jahre nicht möglich gewesen, Christo nicht in den Kreis der „teuren“ Künstler aufgestiegen. Aus diesem Grund werden in der Vernissage auch die Beatles wieder aufleben.
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