Weilheim-Garmisch | 05.05.2010

Schlossmuseum Murnau am Staffelsee (c)
Der Haushaltsausschuss des Bayerischen
Landtags hat auf
Vorschlag des Kunstministeriums die Verteilung von rund 5,5
Millionen Euro aus dem Kulturfonds gebilligt. Wie Kunstminister
Wolfgang Heubisch mitteilte, werden in diesem Jahr 132 kulturelle
Maßnahmen in ganz Bayern gefördert.
Die Mittel fließen sowohl in
laufende Projekte als auch in neue Vorhaben vornehmlich in den
Bereichen Theater, Museen, Zeitgenössische Kunst, Musikpflege,
Laienmusik, Archive, Bibliotheken und Literatur, Denkmalschutz und
Heimatpflege. „Der Kulturfonds Bayern ist ein Erfolgsmodell zur
Förderung der kulturellen Vielfalt Bayerns gerade in den Regionen.“
Der Bedarf an finanzieller Unterstützung für Zwecke der Kultur sei
unvermindert hoch, so Heubisch.
Während die bestehenden Mittel
größtenteils für die laufende Förderung kultureller Institutionen
gebunden seien, könne der Kulturfonds Starthilfe für neue oder
einmalige Vorhaben gewähren. Zentrales Kriterium für eine Förderung
sei dabei nicht der Regionalproporz, sondern die inhaltliche
Qualität jedes einzelnen Projekts. „Nur so gewinnt Bayern sein
unverwechselbares kulturelles Profil“, so Heubisch.
Besonders hob Kunstminister Heubisch folgende Projekte
hervor:
- die Komposition und Erstaufführung der Oper „Hoffmanns Welt“
des Theaters Hof und des E.T.A. Hoffmann-Theaters Bamberg,
- die Musiktheaterproduktion „Adler – Das Lied von der Eisenbahn“
des Theaters Fürth anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der ersten
deutschen Eisenbahn,
- das Ausstellungsprojekt „Max Beckmann – die Apokalypse“ des
Schlossmuseums Murnau,
- die Sonderausstellung „Mythos und Metamorphose“ zu Markus
Lüpertz im Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg,
- die Gründung der Orff-Akademie in Andechs,
- die Verlegung der Stadtbibliothek Bayreuth in das ehemalige
„Oberpaurhaus“,
- die Erweiterung des Stadttheaters Aschaffenburg,
- die Fortführung der Errichtung des „Hauses der bayerischen
Trachtenkultur und Trachtengeschichte“ in Holzhausen,
- die Ausstellung „GLÜCK happens“ im renovierten Palais
Stutterheim in Erlangen
- sowie das spartenübergreifende Brecht-Festival der Stadt
Augsburg.
Zusätzlich fördert der Kulturfonds auch kleinere Maßnahmen, etwa
Investitionen für Privattheater, Atelierkostenzuschüsse für
bildende Künstler, den Ausbau von Proberäumen für Laienmusikvereine
sowie eine Fülle von Konzerten, Ausstellungen und anderen
Veranstaltungen.
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