Weilheim-Garmisch | 23.02.2011

Wanderwelt Garmisch-Partenkirchen
Nach den im Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vorliegenden
Ergebnissen zählten die „Kleinbeherbergungsbetriebe“ (Betriebe mit weniger als neun
Betten) in den bayerischen Prädikatsgemeinden (Heilbäder, Luftkurorte, Erholungsorte)
im Jahr 2010 1,4 Millionen Gäste und 9,3 Millionen Übernachtungen. Die Zahl der
Gästeankünfte verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um gut zwei Prozent, die der
Übernachtungen um vier Prozent.
Demgegenüber erhöhte sich die Zahl der Gästeankünfte in den Beherbergungsbetrieben mit neun oder mehr Betten in den Prädikatsgemeinden um vier Prozent auf 9,4 Millionen, die der Übernachtungen ging jedoch um ein halbes Prozent auf 40,5 Millionen zurück. Im Durchschnitt blieben die Gäste in den Kleinbeherbergungsbetrieben 6,6 Tage. Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und Oberstaufen waren auch 2010 die prädikatisierten Gemeinden in Bayern mit der höchsten Zahl an Übernachtungen in Kleinbeherbergungsbetrieben.
Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilt, besuchten im Jahr 2010 annähernd 1,4 Millionen Gäste (-2 Prozent) einen „Kleinbeherbergungsbetrieb“ – dies ist ein Beherbergungsbetrieb mit acht oder weniger Betten - in einer Prädikatsgemeinde in Bayern und übernachteten dort knapp 9,3 Millionen Mal (-4 Prozent). Damit entwickelten sich die Gästezahlen der Kleinbeherbergungsbetriebe ungünstiger als die der Betriebe mit neun oder mehr Betten (einschl. der Campingplätze).
In den prädikatisierten Gemeinden erhöhte sich die Zahl der Gästeankünfte in diesen Betrieben um vier Prozent auf 9,4 Millionen, die der Übernachtungen ging jedoch auch hier (um ein halbes Prozent auf 40,5 Millionen) zurück. In den nicht prädikatisierten Gemeinden stieg die Zahl der Gästeankünfte und Übernachtungen in den Betrieben ab neun Betten jeweils um neun Prozent, so dass bei den Betrieben ab neun Betten im Landesdurchschnitt aller Gemeinden bei den Gästeankünften ein Plus von sieben Prozent und bei den Übernachtungen von vier Prozent erzielt werden konnte.
In der Summe der Ankünfte und Übernachtungen aller Beherbergungsbetriebe ergeben sich damit für Bayern für das Jahr 2010 insgesamt 29,7 Millionen Gästeankünfte und 87,1 Millionen Übernachtungen (ohne Kleinbeherbergungsbetriebe in sonstigen Gemeinden, zu denen keine Ergebnisse vorliegen); in den prädikatisierten Gemeinden allein waren es 10,8 Millionen Gästeankünfte und 49,8 Millionen Übernachtungen.
Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste in Kleinbeherbergungsbetrieben betrug im vergangenen Jahr 6,6 Tage (2009: 6,7 Tage). Sie ist damit deutlich höher als die der Gäste von Beherbergungsbetrieben mit neun oder mehr Betten und auf Campingplätzen; letztere betrug im Landesdurchschnitt der Prädikatsgemeinden 4,3 Tage und im Durchschnitt aller Gemeinden 2,8 Tage.
20 der 314 prädikatisierten Gemeinden, die für 2010 Gästezahlen gemeldet hatten, wiesen über 100 000 Übernachtungen in ihren Kleinbeherbergungsbetrieben auf; darunter hatten sieben Gemeinden über 200 000 Übernachtungen. Dies waren Oberstdorf (533 000), Garmisch-Partenkirchen (329 000), Mittenwald (266 000), Oberstaufen (244 000), Pfronten (215 000), Ruhpolding (213 000) und Schönau a. Königssee (208 000).
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