Weilheim-Garmisch | 03.09.2010

Es ist angerichtet: Im Moorbad Energien tanken. Bildnachweis: Bayerischer Heilbäderverband
Für mehrere
Millionen Euro haben die führenden Hotels der Ammergauer Alpen ihr 10.000
Jahre altes Bergkiefern-Hochmoor in neuem Wellnessambiente
inszeniert.
Von
der heimeligen Heustadl-Atmosphäre bis zur modernen Edel-Schlichtheit in
Naturstein: Für mehrere Millionen Euro haben die führenden Hotels der Ammergauer Alpen ihre traditionsreichen Moorbäder
soeben in neuem Wellnessambiente inszeniert. Wer rechtzeitig Energien tanken
und gestärkt in die kalte Jahreszeit gehen möchte, kann sich entspannt ins Moor
kuscheln und dabei günstige Angebote nutzen.
Zu den Vorreitern gehört der Kurbetrieb
Parkhotel Bayersoien. Hier empfängt alpenländisches Flair die Gäste, das bis zu
43 Grad erwärmte Bergkiefern-Hochmoor ist im rustikalen Holzzuber angerichtet.
Bademantel abstreifen, hineingleiten, in der „schwarzen Daune“ schweben und die
Gedanken auf die Reise schicken. „Wir haben unterschiedliche Rituale
entwickelt“, erklärt Dr. Franziska Fehle-Friedel, Allgemeinmedizinerin und
Inhaberin des Hauses. Wer „Balance und Stärkung“ sucht, findet auf seiner Wanne
etwa Zirbenholzspäne, die den Herzschlag verlangsamen, während sanfte Musik
erklingt und man meditativ per Audio-CD von der Sommerwiese bis zum wärmenden
Kamin geleitet wird.
„Wir arbeiten hier mit Selbstsuggestion – die psychische
Rückkoppelung verstärkt die Wirkung“, sagt die Expertin und geht weiter auf die
Moortagebücher ein, in denen jeder seinen persönlichen positiven Leitsatz für
die Tage in den Ammergauer Alpen und danach formuliert.
Das Moor aus Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien, das übrigens
zu den wissenschaftlich am besten erforschten zählt, gibt die Wärme schonend an
den Körper ab, was zu einer intensiven Durchwärmung auch
schlecht durchbluteter Körperregionen führt. Zudem machen spezielle Inhaltsstoffe das bis zu 10.000 Jahre alte
Bergkiefern-Hochmoor zu einem weltweit einzigartigen Heilmittel.
Moorbäder
schaffen erwiesenermaßen Linderung bei Beschwerden des Bewegungsapparats,
helfen bei Gicht und Arthrose – und sogar bei unerfülltem Kinderwunsch, durch
die anregende Wirkung auf die Hormonrezeptoren.
Immer mehr Menschen jedoch entdecken die
„schwarze Daune“ schlicht als probates Mittel, um Körper, Geist und Seele etwas
Gutes zu tun und voller neuer Energie aus dem Urlaub zurück zu kehren. „Die Zahl der Präventions-Urlauber
wächst stetig“, berichtet Jörg Christöphler, Geschäftsführer der Ammergauer
Alpen GmbH, der den Investitionsschub als Reaktion
auf die Kundennachfrage begrüßt. Für ihn ist das Moor als authentisches
Heilmittel Bestandteil des ganzheitlichen Konzepts, mit dem die
Ammergauer Alpen Gäste ansprechen, bei denen Gesundheit und Nachhaltigkeit ganz
oben auf der Werteskala steht.
Viele kombinieren das herbstliche Kuschelbad im Moor mit
ausgedehnten Streifzügen durch die intakte Natur und lassen sich auf dem
Meditationsweg Ammergauer Alpen inspirieren. Hier wird die tief verwurzelte
Spiritualität dieser Region besonders spürbar, in der schon die Kelten ihre
Kraftorte fanden.
Wer sich unterwegs stärken möchte, erkennt am Qualitätssiegel
„TOTAL LOKAL“ auf den ersten Blick die Wirte, die ihre Gäste mit ausgesuchten
heimischen Produkten verwöhnen. Besonderer Tipp für den Herbst: Die „Fühl-dich-gut-Woche“
vom 26. September bis 2. Oktober bzw. vom 10. bis 16. Oktober. Im Preis ab 474
Euro pro Person im Doppelzimmer enthalten sind neben sechs Übernachtungen drei
Moorbäder, drei energetische Rückenmassagen, Hatha-Yoga zur inneren Balance, Nordic
Walking und vieles mehr.
Dieses Arrangement ist eines von vielen Angeboten der
Ammergauer Alpen, die wegen ihres Präventionscharakters förderwürdig sind – es
lohnt sich, bei der Krankenkasse nachzufragen.
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